Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OPPONITZ. Traurig gibt die Gemeinde Opponitz die Nachricht bekannt, dass Ehrenringträger Leopold Kölbel am 8. März 2020 für immer von uns gegangen ist.

Leopold Kölbel hat seine letzte Reise angetreten. Foto: zVg
Leopold Kölbel hat seine letzte Reise angetreten. Foto: zVg

Mit Leo, wie er von allen genannt wurde, verlieren seine Familie, Verwandte, Freunde, Vereine und die Gemeinde eine allseits beliebte, geschätzte, hilfsbereite und bis zum letzten Tag positive Persönlichkeit. Bei vielen Vereinen und Institutionen war Leo Kölbel sehr engagiert, hat ständig vor Ideen gesprüht und selbst angepackt. Alle Vorgänge im Dorf interessierten ihn sehr und er hat vieles mitgestaltet und mitgetragen.

Politisch aktiv

Leo Kölbel war 20 Jahre als geschäftsführender Gemeinderat und jahrelanger Betriebsleiter des Licht- und Kraftstromvertrieb der Gemeinde Opponitz. Zu seinen Hauptaufgabengebieten zählten neben dem LKV Opponitz der Fremdenverkehr, Kindergarten und seine Funktion als Planungsbeirat.

Mitglied in verschiedenen Vereinen

Sehr aktiv war er bei diversen Opponitzer Vereinen. So war er ein Gründungsmitglied des Sportvereins Opponitz, Kassier bis 1986 und ausgebildeter Kampfrichter, beim Musikverein war er 14 Jahre lang als Stabführer tätig, ehe er diese Funktion an seinen Bruder Karl übergab. Besondere Freude bereitete ihm der Fremdenverkehr. 1975 trat er in den Tourismusverein als Werbeleiter ein. Von 6. November 1976 bis 2. Juni 1995 leitete er als Obmann die Agenden des Tourismusvereins. Sehr stark war Leo in die Blumenschmuckaktion involviert, ebenso in die Errichtung und Beschilderung der Wanderwege sowie Aufstellung der Fremdenverkehrsbänke. Die Auflage einer Wanderkarte und eines Ortsprospekts waren ebenso sein Verdienst wie seine außerordentlichen Leistungen rund um das Sichelmuseum im Zuge der Dorferneuerung.

Mithilfe bei zahlreichen Projekten

Denkt man zurück, bei welchen Vorhaben er noch mitgeholfen hat, fallen einem unter anderem folgende Projekte ein: Wohnbau „Fuchsenhammerhaus“ und die Reihenhäuser in der „Raidlbodensiedlung“, die Einführung des traditionellen Festes am 1. Mai, die Aussichtskanzel beim Molterer-Weg, Straßenumlegung vor der Opponitzer-Kapelle, der Turnsaalbau, finanzielle Mitbeteiligung beim Betrieb des Schiliftes durch die Familie Bruckwirt-Tazreiter. Zu lange wäre die Liste, um alles aufzuzählen. Von 1975 bis 1997 war Herr Leopold Kölbel außerdem Wirtschaftsbund Gemeindegruppenobmann und von 1978 bis 1992 Teilbezirksobmann-Stellvertreter.

Familienbetrieb Kölbel

Kaum zu glauben, dass dies alles neben erfolgreicher Unternehmensgründung und damit verbundener harter Arbeit organisieren konnte. 1967 gründete er den erfolgreichen Familienbetrieb „Elektro Kölbel“, welchen er 2002 an seinen Sohn Georg übergab.

Ehrenring seit 1997

All diese Leistungen haben den Gemeinderat der Gemeinde Opponitz dazu bewogen, ihm am 2. Mai 1997 den Ehrenring der Gemeinde Opponitz zu verleihen.

Kölbls Biografie 

Besonders wichtig war Leopold Kölbel trotz all dieser Tätigkeiten seine Familie. Leo wurde als erstes von vier Kinder von Leopold und Angela Kölbel geboren. Er hat die schlimmen Kriegsjahre noch miterlebt und diese recht anschaulich, interessant und mit einer Portion Humor weitergegeben. Sein Vater ist aus dem Krieg nicht mehr zurückgekommen und seine Mutter musste alle vier Kinder versorgen. Leo Kölbel absolvierte eine Elektrikerlehre in Weyer. Anstellungen bei der Firma Elin in Wien und NEWAG Waidhofen folgten, ehe er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Große Unterstützung leistete ihm stets seine Gattin Irmgard. 1997 musste die Familie einen schrecklichen Schicksalsschlag erleiden. Sohn Martin kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Mit viel Kraft und Zuversicht hat es die Familie wieder geschafft, in geregelte Bahnen zu kommen. Neben seiner Gattin Irmtraud sind auch Sohn Georg mit Gattin Bianca und Kinder Katharina, Anna-Maria und Georg sowie Sohn Alexander stets zur Seite gestanden und großer Rückhalt gewesen. Nach seinem achtwöchigen Aufenthalt in diversen Spitälern über Weihnachten und Neujahr bestand für die Familie wieder Hoffnung, dass es langsam bergauf geht. Er war zuversichtlich und froh, wieder in seinem vertrauten Umfeld zu sein. Im Haus wurde von Sohn Alexander einiges verändert, damit er mit seinen Problemen besser zurechtkommen kann und freute sich schon auf den bevorstehenden Frühling. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, ihn zu erleben. Am Samstag, dem 14. März 2020 wurde das heilige Requiem für den Verstorbenen gefeiert und zahlreiche Menschen folgten der Einladung Elektrikermeister Leopold Kölbel die letzte Ehre zu erweisen.

Zeit der Trauer 

Leos Schwester Eva fand in ihrem Nachruf sehr treffende Abschlussworte, welche wie folgt lauten: Leo war ein unerschütterlicher Optimist und hat den Zusammenhalt der Familie vorgelebt. Daher sind wir alle überzeugt, dass nach der verständlichen Zeit der Trauer um diesen großen Verlust, der Frühling in die Herzen aller Betroffenen wieder einkehren wird. Diesen Worten können wir uns nur anschließen. Ruhe in Frieden, lieber Leo!


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden