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OPPONITZ. Das Jagdgut Hohenlehen schlitterte Anfang Jänner wie berichtet in die Insolvenz. Unternehmerin Angelika Schmidtkunz musste nach starken Umsatzrückgängen ein Sanierungsverfahren beantragen.

Man rechnet mit einem finanziellen Aufschwung zu Beginn der Jagdsaison. Foto: Karin Novak
Man rechnet mit einem finanziellen Aufschwung zu Beginn der Jagdsaison. Foto: Karin Novak

Seitdem wird der Betrieb in Opponitz, südlich von Waidhofen/Ybbs im Bezirk Amstetten, mit dem Ziel einer Sanierung fortgeführt. „Bis zur ersten Gerichtstagsatzung am 5. März 2019 haben 66 Gläubiger Forderungen von rund 1,17 Millionen Euro angemeldet“, berichtet Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform.

Finanziellen Aufschwung durch neue Jagdsaison

Neben Land- und Forstwirtschaft ist die Organisation und die Vermarktung von Jagd Unternehmensgegenstand. Selbst erzeugte Wurstwaren werden im Geschäft am Hohen Markt in Waidhofen/Ybbs verkauft. Die Geschäftsführung und Organisation der Jagden erfolgt durch den Ehemann Michael Schmidtkunz. Derzeit werden von der Schuldnerin 41 Rinder und 50 Schweine gehalten. Arbeiten in der Forstwirtschaft werden aus Kostengründen an Subunternehmer vergeben. „Durch den strengen Winter in den Ybbstaler Alpen fehlen die gewinnbringenden Einnahmen aus der hochalpinen Eigenjagd. Mit der Jagdsaison ist aber mit einem finanziellen Aufschwung zu rechnen“, sagt Stephan Mazal von Creditreform.

20 Prozent für Gläubiger

Durch den Sanierungsplan soll es gerettet werden. Das Jagdgut wird mit vier Dienstnehmern fortgeführt. Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten. Wie die Gläubiger über den Sanierungsplan entschieden haben, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.


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