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OTTENSHEIM. Jeder kann schreiben. Doch sollte es jeder tun? Geht es nach der jungen Autorin Lisa Eidenberger lautet die Antwort: Ja.
 
 
 
 

Foto: Hamedinger
Foto: Hamedinger

„Ich träume schon seit meinem vierten Geburtstag davon, Bücher zu schreiben“, erinnert sich Eidenberger, deren Vater schon Bücher verfasst hat. Und kürzlich war es so weit – das erste Buch der Ottensheimerin wurde verlegt. Nach einer Arbeitszeit von etwa acht Monaten kam die Liebesgeschichte „Rose, Liebe überwindet alle Mauern“ auf den Markt. Das ewige Thema Liebe fasziniert die 17-Jährige. „Wie lernt man sich kennen? Warum funktioniert es zwischen zwei Menschen? Eigentlich kann man sich beim schönsten Gefühl der Welt vieles nicht erklären“, beschreibt die Jungautorin.

Konsequente Arbeit

Zu Beginn wussten ihre Eltern nichts vom Vorhaben. Erst durch einen Zufall entdeckten sie das Manuskript. Doch Ideen für eine Geschichte zu haben und diese zu Papier zu bringen, reicht nicht aus. Eidenberger: „Man muss konsequent an seinen Vorhaben arbeiten. Muss sich Notizen zu den Charakteren machen. Sonst kann es passieren, dass der Held der Geschichte auf Seite zwei blaue Augen hat und im vorletzten Kapitel vielleicht braune. Und natürlich muss man einen Verlag finden, der das Buch auch drucken möchte.“

Ideen kommen im Schlaf

Zeit für eine künstlerische Schaffenspause benötigt die Schülerin keine. Schon wird am nächsten Buch gearbeitet. „Wahrscheinlich wird es actionreicher und sozialkritischer“, erzählt Eidenberger, die eine spezielle Methode hat, um ihre Geschichten zu beginnen. „Wenn ich eine Szene träume, notiere ich diese sofort nach dem Aufwachen. Und um diese Sequenz baue ich meine Bücher auf.“ Der große Wunsch wäre es für Eidenberger, vom Schreiben leben zu können. „Man muss realistisch bleiben, aber schön wäre es schon“, sagt Eidenberger, die einen Teil ihrer Einnahmen wohltätigen Organisationen spendet. Und auf die Frage, ob jeder ein Buch schreiben könne, gibt die Autorin eine philosophische und eine vielleicht für viele überraschende Antwort: „Ja, man muss nur sein Herz sprechen lassen.“


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