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PASCHING. Beim Shoppen nicht nur etwas erwerben, sondern auch etwas loswerden: Möglich macht das in der Fastenzeit die „Ab-Ladestation“ in der Paschinger PlusCity – ein Jugendseelsorge-Projekt, das dazu einlädt, Belastendes zu deponieren.

  1 / 3   Maria Magdalena Frauscher hat ein offenes Ohr für alle, die ihre Sorgen nicht nur schriftlich abladen wollen. Fotos: Diözese Linz

Jugendseelsorge im Einkaufstempel bietet Maria Magdalena Frauscher an. Die 28-jährige Theologin arbeitet seit September 2016 in der PlusCity in Pasching, einem bei Jugendlichen beliebten Einkaufstempel im Einzugsgebiet von Linz. Dorthin gehen, wo die (jungen) Menschen sind, lautet die Devise in der Seelsorge – und das ist in diesem Fall ein Einkaufszentrum, das Jugendliche und junge Erwachsene in Massen anzieht.

Seelsorge geschieht hier „im Vorbeigehen“, zwischen den Geschäften – eigene Räumlichkeiten hat die Theologin nicht zur Verfügung. Frauscher sucht den Kontakt mit den Jugendlichen, spricht sie an und plaudert mit ihnen – aber „ohne mit der Kirchenkeule zu kommen“, wie sie selbst sagt. Sie ist einfach da und hört zu. Nicht selten vertrauen ihr junge Leute auch ihre Sorgen an, etwa Probleme mit Freunden oder Schulkollegen oder die Ungewissheit darüber, was sie einmal beruflich machen sollen.

Belastendes loswerden

Für die Fastenzeit hat sich Jugendseelsorgerin Frauscher etwas Besonderes einfallen lassen, damit Jugendliche ihre Sorgen loswerden können: Sie hat zentral auf dem „Markusplatz“ eine stilisierte „Klagemauer“ aufgestellt, die aus einem Regal und einer Plastikplatte besteht. Jugendliche, aber auch andere Passanten sind dazu eingeladen, Belastendes auf einen Zettel zu schreiben und in den Einwurfboxen dieser „Ab-Ladestation“ zu deponieren.

„Mit der Ab-Ladestation wollten wir ein Angebot schaffen, das Passanten ein Gefühl von Erleichterung, Befreiung und Er-Lösung verschafft und so Ostern spürbar macht“, erklärt Frauscher die Idee hinter der Fastenzeit-Aktion. Das Verbrennen der Sorgen-Zettel im Osterfeuer der Pfarre Langholzfeld soll eine Beziehung herstellen zwischen eher kirchenfernen Personen und einer konkreten Pfarrgemeinde. Alle, die ihre Sorgen zu Papier gebracht und abgeladen haben, sind eingeladen, auch persönlich bei der Osternachtsfeier dabei zu sein und zu sehen, wie ihre Sorgen im Licht des Osterfeuers aufgehen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene, ist aber offen für Menschen aller Altersgruppen, die sich angesprochen fühlen. An den Donnerstagen in der Fastenzeit steht Maria Magdalena Frauscher von 13 bis 17 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

Ostergrüße an den Kartagen

Die Sorgen-Zettel sollen in der Osternacht (Karsamstag auf Ostersonntag) in der nahen Pfarrkirche Langholzfeld verbrannt werden. In der Karwoche ist Maria Magdalena Frauscher verstärkt an der Ab-Ladestation anzutreffen: am Gründonnerstag von 13 bis 17 Uhr, am Karfreitag von 19.30 bis 21 Uhr und am Karsamstag von 10 bis 14.30 Uhr. Sie wird nicht nur ein offenes Ohr für PassantInnen haben, sondern auch kleine Ostergrüße verteilen.


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