Jetzt werden die Betroffenen angehört − Paschinger kämpfen für Haltestelle
PASCHING/HÖRSCHING. Geht es nach den Plänen der ÖBB, soll im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Westbahn in Pasching künftig keine Haltestelle mehr sein. Die Grünen pochen auf Erhalt und brachten die Forderung auch im Rahmen der öffentlichen Anhörung zur Umweltverträglichkeitsprüfung, die diese Woche in Hörsching stattgefunden hat, ein.

Auch eine Online-Petition zur Rettung der Paschinger Bahnhaltestelle hat die Grüne Bezirksgeschäftsführerin und Paschingerin Regina Jaschke erstellt. Darin ist von einer massiven Verschlechterung des öffentlichen Nahverkehrs für Pasching-Ort, der bereits jetzt schon sehr dürftig sei, die Rede. „Der Bus steckt oft im Stau, fährt an Abenden und Wochenenden sehr selten, Lilo und Straßenbahn sind viel zu weit weg“, so Jaschke. Mehr Infos finden sich auf www.facebook.com/Haltestelle Pasching.
Auch der Grüne Verkehrssprecher Severin Mayr sieht das problematisch: „Die Öffis müssen endlich ausgebaut werden, Haltestellen einfach verschwinden zu lassen ist der völlig falsche Weg“. Damit spricht Mayr auch der „Initiative Verkehrswende Jetzt“ aus der Seele, die sich oberösterreichweit für umwelt- und menschenfreundliche Mobilität einsetzt. „Neue Haltestellen auf bestehenden Bahnstrecken werden notwendig werden, genauso der Neubau von zusätzlichen Bahnstrecken. Die ersatzlose Auflassung von bestehenden Haltestellen - wie Pasching - wäre daher - im Umfeld von Linz - ein unverzeihlicher Fehler“, betont Lukas Beurle von der Initiative „Verkehrswende Jetzt“. Laut Beurle, der auch stv. Vorsitzender der Radlobby OÖ ist, haben die derzeit bestehenden Haltestellen auf der Strecke Linz-Wels schon jetzt den doppelten Haltestellenabstand (4,2 km) wie das äußerst erfolgreiche S-Bahn-Sytem auf der Strecke Salzburg Golling (2,1 km). Durch den Wegfall der Haltestelle Pasching würde das noch wesentlich schlechter werden.
Haltestelle Pasching noch nicht ganz vom Tisch
Die ÖBB haben sich aufgrund der niedrigen Frequenz am Bahnhof Pasching für nur drei Haltestellen zwischen Linz und Marchtrenk entschieden, nämlich Leonding, Flughafen Hörsching und Oftering. Von Seiten der Gemeinde ist man überzeugt, dass ein besseres Angebot, wie es die Einbindung in das S-Bahn-Netz wäre, auch die Frequenz deutlich erhöhen würde. So, dass „der Zug drüberfährt“ ist es aber laut ÖBB-Sprecher Karl Leitner nicht. Eine Haltestelle Pasching sei durchaus noch im Bereich des möglichen: „Eingeplant ist eine Haltestelle vorerst nicht, es werden aber die Voraussetzungen in Pasching so geschaffen, dass später eine Haltestelle errichtet werden kann“. Diese würde sich allerdings nicht mehr direkt im Zentrum, wie derzeit, befinden - sondern an der Strecke der viergleisigen Bahn am Ortsrand, wie es der Plan für die Verschwenkung zum Flughafen vorsieht. Falls diese gebaut wird. Noch ist die Umweltverträglichkeitsprüfung ja im Gange. „Eine Haltestelle ist aber auch immer eine Frage der Finanzierung. Und es hat sich niemand gefunden, der eine Haltestelle Pasching finanzieren würde“, sagt Franz Hujber, Projektleiter des Bauvorhabens (ÖBB Infrastruktur).


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03.02.2017 21:27
Jetzt werden die Betroffenen
Pasching braucht unbedingt eine Haltestelle. Aber nicht außerhalb, sondern im Ort. Wenn ich wie jetzt in 7 Minuten von Pasching nach Linz fahren kann und ich beim Bahnhof außerhalb einen Zubringerbus brauche, der 1/2stündlich fahren müßste, was nicht kommen wird, dann fahr ich gleich mit dem Auto. Leidtragende sind die Paschinger Schüler und Pendler, die anscheinend für Pasching unwichtiger sind als eine handvoll Flugreisende pro Monat. Daher: Bahnhof Pasching am Bestand für uns Paschinger Bürger!!!!!!!