Bürgermeister im Interview: "Haben eine Vorreiterrolle"
PAUDORF. Vor ziemlich genau zwei Jahren übernahm Josef Böck das Bürgermeisteramt in Paudorf. Tips sprach mit ihm über seine Ziele, die aktuelle Situation der Gemeinde und anstehende Projekte.

Tips:Welches Ziel verfolgen Sie als Bürgermeister?
Böck: Mein oberstes Ziel ist ein soziales Paudorf. Die Gemeinde soll für jede Bevölkerungsgruppe lebenswert sein, das gilt vom Kindergarten bis hin zum Betreuten Wohnen für unsere Senioren. Außerdem wollen wir gute Voraussetzungen für Sport, Spiel und Kultur schaffen. Wir sind auf diesem Gebiet schon sehr weit.
Tips:In welchen Bereichen punktet Paudorf besonders?
Böck: Wir sind eine ruhige Wohngemeinde im ländlichen Gebiet mit funktionierender Infrastruktur. Gleichzeitig verfügen wir über eine ideale Verkehrsanbindung nach Krems und St. Pölten. Die gute Lage ist auch der Grund, weshalb sich Billa und Spar hier ansiedelten. Wir haben eine Vorreiterrolle, was Geh- und Radwege anbelangt. Alles ist vorbildlich ausgebaut, für kurze Wege braucht man bei uns nicht ins Auto steigen. Außerdem besitzen wir zahlreiche Gasthäuser und Heurige, Tankstelle, Fleischhauer und Bank. Der Kindergarten verfügt über fünf Gruppen und die Volksschule ist generalsaniert. In allen Katastralgemeinden gibt es Spielplätze, Krustetten besitzt sogar einen Funcourt. Seit vielen Jahren haben wir ein Betreutes Wohnen mit Volkshilfe-Station. Ich denke jede Generation kann bei uns gut leben.
Tips:Wie entwickelt sich denn die Bevölkerungszahl?
Böck: Wir sind eine Zuzugsgemeinde. Die Nachfrage nach Baugründen ist größer als das Angebot. Es gibt zwar Bauplätze, aber die sind in Privatbesitz. Von daher haben wir als Gemeinde eine Immobiliengesellschaft gegründet, die Grünland aufkauft, umwidmet und dann als Bauland zur Verfügung stellt. Wir gehen nun außerdem über zu großvolumigeren Bauten. In Krustetten wird gerade eine große Reihenhausanlage fertig. Wir werden sicher weiter wachsen, aber langsam. Denn die Infrastruktur muss auch mitkommen.
Tips:Welche Projekte beschäftigen die Gemeinde sonst?
Böck: Das Rathaus muss barrierefrei gestaltet und erweitert werden. Wir werden daher einen Lift einbauen. Außerdem bekommen wir drei Räume dazu und der Sitzungssaal wird vergrößert, so dass er künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Feuerwehr bekommt eine Garage dazu. Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Hochwasserschutz entlang des Höbenbachs. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr mit dem großen Projekt beginnen können. Denn der Hochwasserschutz ist auch die Voraussetzung dafür, dass das Areal zwischen den Supermärkten und dem Hellerhof bebaut werden darf.


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