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Finanzpolizei nimmt Bauarbeiter mit gefälschten Ausweisen in Grein fest

Online Redaktion, 05.09.2023 12:44

GREIN. Bei einer routinemäßigen Kontrolle durch die Finanzpolizei wurde Ende August eine Baustelle in Grein inspiziert. Dabei wurde festgestellt, dass eine Eisenverlegefirma vier Arbeiter mit gefälschten Dokumenten beschäftigte. Die Männer waren außerdem unter falscher Identität angemeldet. Sie wurden festgenommen und an die Fremdenpolizei übergeben.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

Die Finanzpolizei kontaktierte bei ihrer Kontrolle den Bauleiter, um Informationen über die aktuell auf der Baustelle tätigen Firmen zu erhalten. Bei der Überprüfung der vier Arbeiter und des Vorarbeiters vor Ort hatten nur zwei der Männer einen Ausweis dabei. Drei weitere hatten Fotos von ihren Personalausweisen am Handy, allerdings nur von der Vorderseite. Die Beamten schöpften Verdacht, als sie fehlende Sicherheitsmerkmale und niedrige Druckqualität bei den vorgelegten Dokumenten bemerkten. Eine detailliertere Überprüfung ergab, dass vier der Ausweise gefälscht waren. Der Einsatzleiter verständigte darauf die Polizei.

Vier Mazedonier mit falscher Identität

Die vier festgenommenen Arbeiter wurden zur Polizeiinspektion Grein gebracht, wo sie erkennungsdienstlich behandelt wurden. Dabei stellte sich heraus, dass zwei der Arbeiter bereits polizeilich bekannt waren. Sie legten den Beamten slowenische bzw. slowakische Ausweise vor. Beim dritten Arbeiter mit kroatischem Ausweis stimmten zwar die persönlichen Daten, jedoch nicht die Nationalität. Der vierte Arbeiter hatte seine originalen Dokumente in einem Taschentuch eingewickelt in seiner Geldbörse versteckt. Alle vier Arbeiter stammen aus Mazedonien und wurden vom Dienstgeber auf einer Tankstelle in Linz aufgenommen.

Anzeige und Meldung bei der ÖGK

Das Finanzministerium hat Anzeigen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz eingereicht. Zudem wird die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) informiert, da alle vier Arbeiter zwar eine Sozialversicherungsnummer und Anmeldung haben, jedoch unter einer falschen Identität. Die Federführung für weitere Ermittlungen liegt nun bei der Fremdenpolizei. Beim Vorarbeiter wurden keine Unstimmigkeiten festgestellt, er konnte seine Arbeit fortsetzen.


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