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Online Redaktion, 30.04.2024 08:10

SAXEN. Wenn sich bis Juni kein neuer Vorstand findet, steht das Strindbergmuseum vor dem Aus. Jetzt werden dringend Helfer gesucht, die den Fortbestand des einzigen Museums für den Autor außerhalb von Schweden sichern.

Wenn sich keine neuen Team-Mitglieder findet, legt der Verein seine Arbeit nieder, am Bild Obfrau Veronika Kirchner und Klaus Junger. (Foto: lebe)

Das Strindbergmuseum gibt seit 1997 Einblicke in das exzentrische Leben des schwedischen Schriftstellers August Strindberg und macht seine Verbindung zur Region sichtbar. Veranstaltungen gab es schon länger nicht mehr. Zwar hat der Verein nach wie vor um die 60 Mitglieder. Der Kreis jener, die regelmäßig für das Museum da sind, Gäste durch die Ausstellung führen, oder Veranstaltungen planen, ist in den vergangenen Jahren leider stark zurückgegangen. Deshalb kann das Museum seit einigen Jahren auch nicht offensiv beworben werden, von Veranstaltungen ganz zu schweigen. „Ein Weiterwurschteln wie zuletzt hat keinen Sinn. Finanziell sind wir gut aufgestellt, aber es fehlt einfach an Leuten, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Veronika Kirchner. Sie wird im Juni ihr Ehrenamt als Obfrau – nach zwölf Jahren – niederlegen. Ebenso wie Klaus Junger die Funktion des Kassiers. Es wäre das Ende des Vereins und damit wohl auch des Museums – des einzigen Strindbergmuseums außerhalb von Schweden.

Gemeinde hofft auf Weiterführung des Vereines

„Mehr als einmal haben wir zu hören bekommen, das Museum sei halt elitär und für die breite Bevölkerung wenig ansprechend“, so Kirchner und Junger. Mehrere bestens besuchte Veranstaltungen haben dieses Vorurteil früher widerlegt. Die prekäre Situation des Vereins ist auch der Gemeinde bekannt. Zwei Mal hat die Obfrau im Gemeinderat vorgesprochen. Auch Bürgermeister Erwin Neubauer weiß Bescheid: „Es gab mehrere Gespräche und auch einen Workshop dazu, auf dessen Ergebnissen man sicher aufbauen kann. Ich würde mir wünschen, dass die Erinnerung an Strindberg in Saxen erhalten bleibt. In welcher Form und Größe, wird noch zu klären sein.“ In zwei Jahren läuft der Mietvertrag für die Räumlichkeiten des Strindbergmuseums aus. Gut möglich, dass es den Verein selbst dann gar nicht mehr gibt. Oder es findet sich in letzter Minute doch noch ein Team, dem das Wirken eines Literaten von Weltrang im Unteren Mühlviertels nicht egal ist.


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