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Rotkreuz-Aktion "Kauf ein Stück mehr!": Hilfe für rund 9.000 armutsgefährdete Menschen im Bezirk Perg

Markus Hochgatterer, 25.11.2017 10:34

PERG. Seit der Eröffnung des Perger Sozialmarktes im Jahr 2009, ist der Zulauf ungebremst.  Da das Sortiment in den Sozialmärkten variiert, je nachdem welche Produkte von den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt werden, bitten Rotkreuz-Mitarbeiter im Zuge der diesjährigen Weihnachtsaktion in den kommenden Tagen vor diversen Lebensmittelmärkten die Kunden, ein zusätzliches Produkt zu kaufen und dieses zu spenden.
 
 

Rotkreuz-Mitarbeiter bitten demnächst vor Kaufhäusern um Warenspenden für den Perger Sozialmarkt. Foto: ÖRK, Bezirksstelle Perg

„Besonders begehrt sind Waren, die in der Regel schnell vergriffen sind bzw. nur selten den Sozialmärkten überlassen werden wie Seife, Shampoo, Salz und Mehl“, weiß Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Werner Kreisl.

9000 Menschen im Bezirk Perg armutsgefährdet

9.000 Menschen gelten laut Statistik Austria im Bezirk Perg als armutsgefährdet, bundesweit sind es 1,5 Millionen. Sie müssen jede Kaufentscheidung sorgsam überlegen und sind speziell in der Weihnachtszeit neben den großen finanziellen auch von seelischen Sorgen geplagt.

Kreisl: „Wollen menschliches Leid lindern“

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, menschliches Leid zu lindern, egal in welchen Lebenslagen. Viele Menschen sind im Bezirk Perg armutsgefährdet, so war die Gründung unseres Sozialmarktes eine logische Konsequenz“, erklärt Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Kreisl. Die hohen Käuferzahlen bestätigen die Notwendigkeit solcher Einrichtungen – auch im viertreichsten Land der EU.

Alleinerziehende Mütter besonders gefährdet

Birgit (37) ist alleinerziehend, lebt am Land und ist Mutter von zwei Kindern. Obwohl ihre Familie sie in allen Belangen unterstützt, kann die gelernte Einzelhandelskauffrau wegen der Betreuung ihrer Kinder keine Vollzeit-Stelle annehmen. Mit ihrem Einkommen inklusive Beihilfen auszukommen ist ein Balanceakt, der keine Fehler oder unvorhersehbaren Ausgaben erlaubt. Alles muss Birgit planen und abwägen. Ein Urlaub am Meer oder ein feines Essen mit ihren Freundinnen in einem Restaurant – alles Dinge von denen sie nur träumen kann. Günstige Waren für den täglichen Gebrauch aus dem Sozialmarkt, helfen Menschen wie Birgit dabei, besser über die Runden zu kommen.  In Oberösterreich gibt es mittlerweile 23 Rotkreuz-Sozialmärkte.


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