Diese fünf Projekte werden 2021 die Region Perg-Strudengau beleben
PERG-STRUDENGAU. Das Projektauswahlgremium der Region Perg-Strudengau hat für fünf neue Projekte eine LEADER-Förderung beschlossen.

Manfred Hinterdorfer, Geschäftsführer der Leader-Region Strudengau gibt einen ersten Einblick in die aktuellen Vorhaben.
„Johannesweg zu Maria Laab“: Barrierefreie Variante des beliebten Meditationsweges im Machland geplant
So wird es ab 15. August (Eröffnungstag) in Naarn nahe dem Johanneshof von Dr. Johannes Neuhofer einen barrierefreien „Johannesweg zu Maria Laab“ geben. Besonders für alle Menschen die den großen Johannesweg nicht gehen können, ist dieser Weg als rollstuhl- und kinderwagentaugliche Alternative gedacht. Er kann ebenso als Einstimmung oder Auffrischung für den ursprünglichen Johannesweg genutzt werden. Die große Variante des 84 Kilometer langen Meditationsweges führt durch die sieben Gemeinden Pierbach, Schönau, St.Leonhard, Weitersfelden, Kaltenberg, Unterweißenbach und Königswiesen. Wie bei der Originalroute werden sich auch bei der in Naarn geplanten barrierefreien, kürzeren Wegvariante zwölf Stationen zur Sinnfindung befinden.
Hofladen in der Rieder Raiffeisenbank
Ebenfalls einen Förderzuschuss gibt es für ein Direktvermarkterprojekt in der Gemeinde Ried/Riedmark. 15 ortsansässige Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben ab Herbst in der Raiba Ried einen „24 Stunden Selbstbedienungs-Bauernladen“. „Der Selbstbedienungsbauernladen bringt für alle Riederinnen und Rieder Vorteile. Den Konsumenten wird der Zugang zu den regionalen und hochwertigen Produkten erleichtert und für die Landwirte bedeutet es mehr direkte Wertschöpfung und Sicherung der Arbeitsplätze am Bauernhof. Außerdem fördert der Regionalladen gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung und erhöht das Bewusstsein für heimische, naturverbundene Produktion“, freut sich Romana Peterseil von der Ortsbauernschaft Ried bereits auf die nächsten Schritte am Weg zur Fertigstellung. Diese drehen sich zunächst um die Detailplanung des Verkaufsraumes, danach stimmen die regionalen Produzenten das Produktangebot untereinander ab. Mit Umbaumaßnahmen im Bankgebäude ist über die Sommermonate zu rechnen. Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant.
Zillen sollen sanften Tourismus in Schwertberg beleben
In Schwertberg wird mit Unterstützung von Leader-Fördermittel die alte Tradition des „Zillenfahrens auf der Aist“ wieder aufblühen. Zwei dieser Fortbewegungsmittel am Wasser werden angekauft. Ziel dieser Idee ist, Schwertberg nicht nur für die Bürger zu beleben und zu attraktiveren, sondern auch für Touristen einen Anreiz zu bieten, Schwertberg zu besuchen. Durch dieses Projekt soll der sanfte Tourismus in Schwertberg belebt werden. Aber natürlich sollen neben Touristen, alle Schwertberger von diesem Projekt profitieren. Weiters soll damit die Kaufkraft im Ort gestärkt und die Verweildauer der Besucher erhöht werden.
Im Schlossgraben kehrt neues Leben ein
Ein weiteres Projekt ist die „Renaturierung der Schlossteiche von Windhaag“, die heuer begonnen wird. Der Schlossgraben mit seinen fischreichen Schlossteichen und Obsthainen diente einst dem Grafen Joachim Enzmilner zur Erholung. Im Laufe der Jahrhunderte ist diese Kulturlandschaft immer mehr in Vergessenheit geraten und hat seinen damaligen Glanz verloren. Daher sollen nun die Schlossteiche renaturiert werden. Zu diesem Zweck wird der Schlossgraben trocken gelegt, um eine Drainagierung samt Verrohrung zu schaffen. Die Wurzelstöcke, die sich im Gelände befinden, werden geschreddert. Zusätzlich werden auch Geländekorrekturen einschließlich der Errichtung von Steinmauern durchgeführt. In Abstimmung mit den Naturschutz- und Wasserrechtsbehörden werden die ehemaligen Schlossteiche wieder instandgesetzt, um den Naherholungsraum rund um die Burg aufzuwerten. Zudem wird durch dieses Nassbiotop ein Beitrag zum Schutz von Biodiversität geleistet und das Bewusstsein für die Pflege regionaler Kulturlandschaft gestärkt. Der Rundweg zur Burgruine soll kinderwagenfreundlich sein und neue Perspektiven auf die Geschichte und Natur in Windhaag eröffnen.
Himmelskörper am Greiner Donaukai
In Grein wird mit Leader-Mitteln der „Planetenweg“ (Initiator Werner Riegler) am Donaukai aufgebaut. Nach dem Prototyp, der 2020 aufgestellt wurde, folgen heuer die restlichen Planeten. Das Sonnensystem wird im Maßstab 1:2,8 Milliarden dargestellt und ist in Ausführung und Detail ein einzigartiges Projekt in Österreich. Entlang einer Strecke von 1,8 Kilometer werden die Sonne und die acht Planeten im richtigen Abstandsverhältnis angebracht.


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