Beim Schlaganfall zählt jede Minute
OÖ. Alleine in Oberösterreich erleiden jährlich etwa 4.500 Personen einen Schlaganfall, bundesweit sind es rund 25.000. Schlaganfälle sind somit die dritthäufigste Todesursache und Hauptgrund für bleibende körperliche Beeinträchtigungen. Zum Welt-Schlaganfalltag am 29. Oktober macht das Oö. Rote Kreuz auf diese oft unterschätzte Gefahr aufmerksam.

Familie Mayr nutzt den Herbsttag für eine Bergwanderung. Kurz vor dem Ziel sackt Vater Erwin zu Boden und kann nicht mehr alleine aufstehen. Tochter Sarah kniet sich hinunter und bemerkt: Ihr Vater ist heute anders als sonst. Sein linker Mundwinkel hängt auffällig herab und das Sprechen bereitet ihm Probleme. Die Tochter befürchtet einen Schlaganfall. Sie bittet Mutter Eva, ihn bequem auf die Seite zu legen. Dann wählt sie den Notruf.
Folgeschäden verhindern
Statistisch gesehen erleidet alle 20 Minuten jemand einen Schlaganfall. „Da zählt jede Minute. Bei einem Schlaganfall bekommt das Gehirn zu wenig Sauerstoff, das kann zu schweren Folgeschäden bis hin zum Tod führen. Schnelles Erkennen und Eingreifen kann Schlimmeres verhindern und erhöht die Heilungschancen“, sagt Walter Aichinger, Präsident des Oö. Roten Kreuzes. Häufig trifft ein Schlaganfall Menschen über 65 Jahre, jeder fünfte Patient ist aber deutlich jünger.
Schlaganfall – Was ist zu tun?
Tochter Sarah spricht mit ihrem Vater. Da die junge Frau im Frühjahr einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat, erinnert sie sich an den FAST-Test (siehe Infokasten). Bei einem oder mehreren Anzeichen für einen Schlaganfall muss sofort der Notruf abgesetzt werden. In jedem Fall gilt: Die betroffene Person in eine für sie angenehme Position bringen. In den Erste-Hilfe-Kursen des Roten Kreuzes wird das Erkennen von Schlaganfällen ebenfalls behandelt. Mehr Infos unter www.erstehilfe.at.


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