Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. GEORGEN / GUSEN / LANGENSTEIN / MAUTHAUSEN. Vier Tage lang steht die Bewusstseinsregion ganz im Zeichen der Menschenrechte. Bei der gestrigen Eröffnung des 7. Internationalen Menschenrechtesymposiums kamen viele Vertreter aus Politik und Religion sowie interessierte Bürger ins Johann Gruber Pfarrheim nach St. Georgen/Gusen, um bei der Auftaktveranstaltung, die Christine Haiden moderiert hatte, dabei zu sein. Die ergreifende Festrede hielt ORF-Chefreporter Fritz Dittlbacher.

Fritz Dittlbacher hielt die Festrede (Foto: Bewusstseinsregion)
  1 / 5   Fritz Dittlbacher hielt die Festrede (Foto: Bewusstseinsregion)

Dittlbacher hatte vor einigen Jahren eine viel beachtete Mauthausen-Dokumentation gedreht. Dabei war der Kontakt zu Walter Hofstätter von der „Perspektive Mauthausen“ entstanden, welcher den ORF-Chefreporter und Autor im Zuge der Vorbereitungen des 7. Menschenrechtesymposiums anrief und fragte, ob er zur Eröffnung kommen und dort sprechen wolle. „Ich bin erst vor einigen Tagen draufgekommen, dass es eine lange Festrede war, zu der ich zugesagt hatte“, gab Dittlbacher zu Beginn seiner Ansprache zu. Dass die Rede somit quasi in letzter Minute ausgearbeitet worden war, merkte man ihr nicht an. Im Gegenteil. Dittlbacher thematisierte die große Gefahr der einseitigen Meinungsbildung, die durch Filter, mit denen Soziale Medien arbeiten, entstehen. Was es in Zeiten von Informations-Blasen mehr denn je brauche, seien Menschen, die sich ein breites Meinungsspektrum verschaffen und sich einen empathischen Blick auf das Weltgeschehen und ihre Mitmenschen bewahren, so der Journalist, der seine Wurzeln in Oberösterreich hat.

Historisch schweres Erbe der gesamten Region

Lobende Worte für die vielen Mitarbeiter der Bewusstseinsregion fand auch Othmar Karas, der per Videobotschaft zugeschaltet worden war. Die gesamte Region sei mit einem schweren historischen Erbe belastet, sagte der 1. Vizepräsident des EU-Parlamentes. Die Orte Mauthausen und Gusen stünden weltweit für Tod und Vernichtung. Dass man sich zu einer Bewusstseinsregion zusammengeschlossen habe, welche aktiv und mit viel Engagement die Erinnerungskultur hochhalte, verdiene große Anerkennung, so Karas.

Dank an Organisations-Team

Stellvertretend für die vielen anwesenden Vertreter aus Politik und Religion bedankten sich die drei Bürgermeister Christian Aufreiter (Langenstein), Thomas Punkenhofer (Mauthausen) und Andreas Derntl (St. Georgen/Gusen) bei Bewusstseinsregion-Geschäftsführerin Andrea Wahl und ihrem Team für das Ausarbeiten des umfassenden Programmes und die Organisation der vielen Veranstaltungen. „Wir wissen, was wir an dir und den vielen aktiv Mitwirkenden haben. Würde man sich überall auf der Welt auch so intensiv mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen, sähe es anders auf unserer Erde aus“, so Langensteins Ortschef Christian Aufreiter.

Nähere Infos zu allen Veranstaltungen und Programmpunkten, die noch bis 12. 11. stattfinden, findet man auf der Website www.menschenrechtesymposium.eu


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden