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Sondierungsgrabungen: Ehemaliges SS-Areal des KZ-Lagers Gusen wird archäologisch erfasst

Glinsner Melanie, 26.02.2024 19:08

LANGENSTEIN. Im Februar fanden auf dem ehemaligen SS-Areal des Konzentrationslagers Gusen archäologische Grabungen statt und boten einen Einblick in die Vergangenheit des Ortes.

Das Ausgrabungsgelände der ehemaligen SS-Baracke in Gusen. (Foto: Glinsner)
  1 / 2   Das Ausgrabungsgelände der ehemaligen SS-Baracke in Gusen. (Foto: Glinsner)

Mithilfe punktueller Sondierungsgrabungen in Abstimmung mit der Burghauptmannschaft gelang es einem professionellen Team von Archäologen, die ober- und unterirdischen baulichen Reste von Baracken, Wegen und anderer Infrastruktur zu bestimmen und genau zu vermessen.

„80 Jahre des Vergessens wurden freigelegt“, erzählt Bernhard Mühleder vom Pädagogik-Team des Mauthausen Memorial.

Man legte das Fundament des ehemaligen Unterführerheims aus dem Jahr 1941 frei.

Ebenso kamen ein Gehweg und Reste eines Fliesenbodens, vermutlich von der Küche des Gebäudes, zum Vorschein, auf denen die Jahreszahl 1940 geprägt ist.

Areal soll geöffnet werden

In naher Zukunft möchte man begleitete Führungen auf dem nun vermessenen Areal anbieten.

Das 700 Quadratmeter große Unterführerheim war eines der wichtigsten Gebäude auf dem Gelände und wurde von Zwangsarbeitern errichtet.

Bis 2032 soll das Lager Gusen vollständig für den Besuchsbetrieb geöffnet werden.

Wichtig sei dem Team des Mauthausen Memorial der Beteiligungsprozess der Bürger. Dazu ist am 10. April ein Infoabend geplant.


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