Handyexperiment – Schülerinnen der HLW Perg im Offline-Modus
PERG. Rund 40 Schülerinnen sowie engagierte Lehrkräfte der HLW Perg nehmen an dem landesweiten Handyexperiment teil. Bis zum 24. März bleiben ihre Smartphones entweder vollständig ausgeschaltet oder werden in einer „Lightversion“ nur eingeschränkt genutzt – etwa durch den Verzicht auf Social Media.

Der gemeinsame Startschuss fand am 4. März statt: In einem symbolischen Moment wurden die Geräte ausgeschaltet. Erst am 24. März sollen sie wieder aktiviert werden. Drei Wochen lang steht damit eine spannende Frage im Mittelpunkt: Wie verändert sich der Alltag ohne permanente digitale Ablenkung?
Für viele Teilnehmerinnen bedeutet das Experiment zunächst eine Umstellung. Nachrichten checken, durch Social Media scrollen oder schnell eine Information nachschlagen – all das fällt plötzlich weg oder wird stark reduziert. Um die Erfahrungen bewusst wahrzunehmen, führen die Schülerinnen ein persönliches Tagebuch. Darin beantworten sie regelmäßig Reflexionsfragen.
Medienkompetenz praktisch erleben
Dass das Handyexperiment gerade an der HLW Perg stattfindet, ist kein Zufall. Themen wie digitale Medien, Social Media und Künstliche Intelligenz sind fest im Lehrplan verankert. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung moderner Technologien, sondern auch um einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang damit.
Das Experiment bietet daher eine praktische Ergänzung zum Unterricht: Die Schülerinnen erleben am eigenen Alltag, wie stark digitale Medien das Verhalten beeinflussen können.
„Wer die digitale Welt beherrschen will, muss auch fähig sein, sie für einen Moment loszulassen. Das Handyexperiment ist die praktische Anwendung unserer Unterrichtsprinzipien zur Medienethik“, betont Direktor Reinhard Furtlehner.
In der HLW Perg ist man schon äußerst gespannt auf die Erkenntnisse, die die Schülerinnen am 24. März zurück in die digitale Welt bringen werden. Eines ist schon jetzt klar: „Die gewonnene Aufmerksamkeit füreinander ist der größte Erfolg dieser drei Wochen.“


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