Staatsekretärin sprach in Perg über die Chancen des Gesundheitssystems
PERG. Für die jüngste „talk mit!“-Veranstaltung des Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen (BSA) Bezirk Perg und der Bildungsorganisation der SPÖ Bezirk Perg konnte wieder eine hochkarätige Referentin gewonnen werden: Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig sprach im Gasthaus Mitterlehner über die Chancen des Gesundheitssystems. Nach dem inhaltlichen Input Königsberger-Ludwigs hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit der Politikerin zu diskutieren.

Lange Wartezeiten, Mangel an Kassenärzten, der Trend in Richtung Wahlärzten und viele andere Herausforderungen gälte es zu bewältigen. Mit der Frage im Hintergrund: „Wie kann man den Turnaround schaffen? Wie kann man das öffentliche System wieder stärken?“
„Wir möchten, dass Menschen unabhängig vom Einkommen und Wohnort eine gute Versorgung haben – das ist unser Anspruch als Sozialdemokraten. Dazu braucht es genug Ärzte. Die Anzahl an Ärzten steigt zwar stetig, aber sie praktizieren nicht alle im solidarischen System, sondern oftmals in Wahlarztpraxen“, betont Ulrike Königsberger-Ludwig. Derzeit gibt es in Österreich 12.000 Wahlärzte. Von ihnen haben nur 2.700 mehr als 300 Patienten im Jahr.
„E-Card statt Bankomatkarte“
Primärversorgungseinheiten (PVE) seien eine gute Möglichkeit, um die Ärzte wieder in das öffentliche System zu bringen. „116 PVEs gibt es schon in Österreich – diese haben einen extremen Mehrwert. Sie sind attraktiv für junge Ärzte, die gerne im Verbund arbeiten, haben längere Öffnungszeiten und es gibt mehrere Disziplinen unter einem Dach“, so die Staatssekretärin. 300 PVEs bis 2030 seien das Ziel. Zudem brauche es Anreizsysteme für junge Ärzte, damit sie nach dem Studium ins öffentliche System gehen. „Wir wollen das öffentliche Gesundheitssystem stärken und eine Trendwende erwirken, wo es gilt: E-Card statt Bankomatkarte.“


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