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Stimmungsvolles Köhlerfest eröffnete die neue Saison am Großdöllnerhof

Jennifer Wiesmüller, 04.05.2026 11:36

RECHBERG. Beim Köhlerfest im Naturpark Mühlviertel wurde der Saisonstart am Großdöllnerhof in Rechberg feierlich begangen. Bei traumhaftem Wetter konnten die Besucher aktiv werden, sich verwöhnen lassen und die Kunst des Köhlerns bestaunen.

  1 / 2   Die Köhler Karl Weichselbaumer und Leopold Thauerböck vor dem Meiler auf der Köhlerwiese. (Foto: Naturpark Mühlviertel)

Gute Stimmung herrschte bei der diesjährigen Saisoneröffnung am Großdöllnerhof mit Köhlerfest. Der Naturpark Mühlviertel und die Gemeinde Rechberg, mit Unterstützung des Vereins Zukunft Rechberg, richteten das Fest gemeinsam aus und freuten sich über den großen Andrang. Für das leibliche Wohl sorgte der Seniorenbund unter anderem mit einem eigens kreierten Köhlerteller, Bauernkrapfen und vielem mehr.

Meiler wurde feierlich entzündet

Vor dem Fest bauten Köhlermeister Karl Weichselbaumer und seine freiwilligen Helfer den Meiler auf der Köhlerwiese auf. Am Festtag konnten die Besucher vieles übers Köhlern erfahren und dabei zusehen, wie der Kohlemeiler geschlossen wurde. Im Beisein der Ehrengäste aus Politik, dem Verbund der OÖ Museen, den beteiligten Vereinen und dem Gemeindeleben, wurde der Meiler unter großem Beifall der Besucher schließlich feierlich entzündet.

Basteln und Forschen

Bei traumhaftem Frühlingswetter konnten vor allem die Kinder lernen, wie man in vergangenen Zeiten Feuer machte oder Zeichenkohle und Kohlefarbe herstellte. Sie durften auch selbst Kunstwerke schaffen und fertigten Insektenhotels zum mit nach Hause nehmen. Nikola Jakadofskys Keramik-Ausstellung erfreute sich ebenso großem Interesse. Auch Forscher Felixx zauberte den kleinen und großen Forschern ein Lächeln ins Gesicht.

Nun heißt es Wache halten

Nun heißt es für die Köhler in Tag- und Nachtschichten Wache halten, die Luftzufuhr regulieren und die Verkohlung steuern. Eine Woche nach dem Fest, wird die abgekühlte Kohle ausgezogen. Besuch erhalten haben die geduldigen Wächter bereits von Schulklassen der Naturpark-Volksschulen. Luki „Mandl aus Sandl“ erzählte ihnen zudem schaurige und unglaubliche Geschichten aus alten Zeiten.

Wissen und Können der Handwerkskunst lebendig halten

Das immaterielle Kulturerbe der Köhlerei hat besonders in Rechberg eine lange Tradition und wurde bis etwa 1950 aktiv betrieben. Wurde der wertvolle Rohstoff in alten Zeiten bis in die Wiener Brauereien geliefert, versucht man heute alles dafür zu tun, das Wissen und Können dieser Handwerkskunst lebendig zu halten.


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