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Erstes Jungunternehmer:innen-Frühstück bot Raum für Vernetzung, Austausch und praxisnahe Tipps

Jennifer Wiesmüller, 28.05.2026 10:30

PERG. Rund 20 Jungunternehmer folgten der Einladung zum ersten Jungunternehmer:innen-Frühstück der Wirtschaftskammer Perg. Das neue Veranstaltungsformat richtet sich gezielt an Unternehmen in den ersten Jahren nach der Gründung und bietet Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Informationen.

  1 / 3   Klaus Madlmair (links; Leiter des Wirtschaftskammer-Gründerservice), Eva Steinkellner (Leiterin der Wirtschaftskammer Perg) und Bernhard Müller (Gründer und Eigentümer Impuls15). (Foto: WKO Perg)

„Im Bezirk Perg reicht die Unternehmenslandschaft von großen Arbeitgeberbetrieben mit mehr als 100 Mitarbeiter bis hin zu den vielen Ein-Personen-Unternehmen, die rund 64 Prozent unserer Mitgliedsbetriebe ausmachen“, betonte Eveline Grabmann, Obfrau der Wirtschaftskammer Perg. „Mehr als die Hälfte der Unternehmen wird von Frauen geführt. Gerade diese Vielfalt macht den Austausch so wertvoll. Unternehmer können voneinander lernen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.“ Das neue Format „Jungunternehmer:innen-Frühstück“ wurde von der Wirtschaftskammer Perg gemeinsam mit den Netzwerken Junge Wirtschaft und Frau in der Wirtschaft ins Leben gerufen.

Persönliche Einblicke von Bernhard Müller

Bernhard Müller, Gründer und Eigentümer von Impuls15, gab beim ersten Jungunternehmer:innen-Frühstück persönliche Einblicke in seinen Werdegang. Er schilderte seinen Weg vom Tischler über den Franchisenehmer bis hin zum Eigentümer und Lizenzgeber eines eigenen Trainingskonzeptes mit mittlerweile zehn Mitarbeitern an zwei Standorten. Der Wechsel vom Mitarbeiter zum Unternehmer sei für ihn besonders prägend gewesen. „Die Dimension der Zahlen hat mich überrascht. Wichtig ist, die Zahlen zu kennen und zu verstehen, aber auch zu lernen, Aufgaben zu delegieren und am Unternehmen zu arbeiten, nicht nur im Unternehmen“, betonte Müller. Den Anwesenden gab er vor allem eines mit auf den Weg: Mut haben, Verantwortung übernehmen, sich etwas zutrauen, die richtigen Partner suchen und ins Tun kommen.

Das „verflixte dritte Jahr“

Im fachlichen Teil standen Herausforderungen der frühen Unternehmensentwicklung – besonders das oft unterschätzte „verflixte dritte Jahr“ im Fokus. Klaus Madlmair, Leiter des Wirtschaftskammer-Gründerservice, wies darauf hin, dass gerade in dieser Phase viele Gründer mit steigenden Sozialversicherungsbeiträgen und steuerlichen Anforderungen konfrontiert seien. „Die Krankenversicherung wird ab dem dritten Jahr nachbemessen, und viele unterschätzen die Voraus- und Nachzahlungen“, erklärte Madlmair. Er riet, die Zahlen laufend im Blick zu behalten und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen und den Businessplan kontinuierlich zu aktualisieren.

Unterstützung bei verschiedensten Fragen

Eva Steinkellner, Leiterin der Wirtschaftskammer Perg, stellte die Leistungen der Wirtschaftskammer vor, von der kostenlosen Erstberatung über Förderinformationen bis hin zu Sprechtagen für Arbeitsrecht, Betriebsanlagen oder Unternehmensnachfolge. „Gerade in den ersten Jahren tauchen viele Fragen auf. Wir möchten den Unternehmer zeigen, dass sie mit ihren Anliegen nicht allein sind und in der Wirtschaftskammer kompetente Ansprechpartner finden“, betonte Steinkellner.


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