Seinen letzten Kampf hat er verloren
LINZ/FREISTADTD/WINDHAAG/PERG. Viele auch sportliche Kämpfe hat er bestritten und gewonnen, den letzten aber verloren. Im Alter von nur 45 Jahren erlag Jürgen Berlesreiter einem Krebsleiden.

Abgesehen von seiner beruflichen Passion als Polizist in Leonding, in der Sicherheitsdirektion Linz und an der Inspektion St. Georgen/Gusen liebte es der am 13. September 1973 in Freistadt Geborene von Kindesbeinen an sportlich. Als Nachwuchsfußballer beim SV Freistadt wechselte „Berles“ im Sommer 1998 zur DSG Union Perg. Nach einem zweijährigen Gastspiel kehrte der staatlich geprüfte Diplomsportlehrer zu seinem Stammverein zurück. Nur ein Jahr später zog es ihn bis 2007 zur Askö Schwertberg. Nach einer Saison Pause kehrte der Sportwart an der Sicherheitsakademie Linz nach Perg zurück. Als Trainer (UEFA A-Lizenz) coachte Berlesreiter Perg und Freistadt.
Leidenschaft Motorsport
Mit dem PS-Virus infizierten sich „Berlesqvist“ (nach dem schwedischen Rallyeweltmeister 1984, Stig Blomqvist) und sein Freund, Polizistenkollege und Beifahrer Martin „Pirkes“ Pirkelbauer aus Oberkappel 2011. Auf einem Mitsubishi EVO III kamen die „Rallyepolizisten“ auch ins Ziel. Weitere drei „Jänner“ und die Mühlsteinrallye in Perg folgten. „Unvergessen bleibt unser Aus bei der „Jänner“ 2012, als mein Chefpilot unseren Freunden zuwinkte und wir deshalb im Graben landeten, sowie bei unserem letzten Antreten, als ich meinen Helm in der Servicezone vergaß und Jürgen dennoch losfuhr“, erinnert sich Pirkelbauer.
Als Fotograf für die OÖNachrichten, Tips (seit 2002) und zuletzt GEPA bearbeitete „Berlesnator“ tausende Fußballpartien und Sportevents für Printmedien. „Jürgen war ein großartiger Mensch, Freund und Kollege, vielseitig talentiert, herzlich, ehrgeizig und immer fair“, sind sich alle Wegbegleiter einig.
Jürgen Berlesreiter hinterlässt Ehefrau Isabella und Sohn Fabio (17). R. I. P.


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