Internationaler Frauentag: Frauenberatung setzte Zeichen für Gleichberechtigung
PERG. Der internationale Frauentag am 8.März ist jedes Jahr ein politischer Tag. Die Frauenberatung Perg machte heuer mit zwei Veranstaltungen auf die Forderung von Gleichberechtigung aufmerksam.

„Frauen möchten an diesem Tag keine Schokolade oder Blumen, sondern gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit, keine sexuelle Belästigung im öffentlichen, privaten oder Arbeitsbereich, mehr Forschung über Frauengesundheit und so weiter“, so die Frauenberatung Perg.
Die Liste sei lang, der Fortschritt gering.
Um dazu ein sichtbares Zeichen zu setzen, wurde am Vormittag des 7. März mit vielen Engagierten aus dem Bezirk die „Frauentagsfahne“ auf dem Perger Hauptplatz gehisst.
Lesung mit Beatrice Frasl
Am Abend lud die Frauenberatung Perg zu einer feministischen Lesung mit Beatrice Frasl aus ihrem Buch „Patriarchale Belastungsstörung“ in eine volle Konditorei Stöger ein.
Die Autorin beschäftigt sich in ihrem 400 Seiten starken Sachbuch mit dem Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Geschlecht.
Auf die Frage was das Patriarchat mit psychischen Erkrankungen zu tun hat, antwortet Frasl: „Sehr viel“, und nennt dabei strukturelle Benachteiligung von Frauen als einen großen Einflussfaktor.
Es reiche nicht, psychische Krankheit und Gesundheit als ein Problem von Individuen zu sehen.
„Es braucht Maßnahmen, die zu einer gerechteren Verteilung von Arbeit führen, Maßnahmen, die die psychische Gesundheit von Frauen und Männern fördert, es braucht Maßnahmen, welche die strukturellen Diskriminierungen von Frauen beseitigen, es braucht einen umfassenden Umbau unserer Gesellschaft“, so Frasl.


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