Historischer Erfolg: Perger Volleyball-Prinzessinnen ziehen erstmals in der Vereinsgeschichte ins Bundesliga-Finale ein
PERG. Mit einem 3:1-Auswärtserfolg gegen den 46-fachen Meister SG VB NÖ Sokol/Post zog die SG Prinz Brunnenbau Volleys erstmals in der Vereinsgeschichte in das Finale der Austrian Volley League Women ein.

Die Pergerinnen waren am gestrigen Sonntag auch in der Wiener Posthalle nicht zu biegen und stiegen mit einem Gesamtscore von 2:0 in die Endspiele auf. Lediglich 20 Minuten benötigten die Prinzessinnen für den ersten Durchgang. Zwar war es bis 10:8 noch relativ ausgeglichen, aber mit starken Serviceserien zogen die Gäste aus dem Machland davon und sicherten sich zwölf Satzbälle. Gleich den ersten verwandelte Kapitänin Diana Mitrengova zum 25:12. Im zweiten Satz fanden die Gastgeberinnen aus Niederösterreich besser in die Partie und es entwickelte sich ein bunter Schlagabtausch der beiden Teams, der dann mit 24:26 nur knapp an Sokol/Post ging.
Für Martyna Walter kam nach Magenkrämpfen das Aus
Nicht nur mit dem verlorenen Satz, sondern auch mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Außenangreiferin Martyna Walter, die viertbeste Ligascorerin konnte das Spiel nach starken Magenproblemen nicht mehr fortsetzen, wirkten die Pergerinnen zu Beginn des dritten Durchgangs geschockt. Doch angeführt von Mittelblockerin Jordan Tucker kämpften sich die Oberösterreicherinnen wieder in die Partie zurück. Der für Martyna Walter ins Spiel gekommenen Nachwuchshoffnung Melanie Steiner war keine Nervosität im Kampf um den Finaleinzug anzumerken. Die 18-Jährige fügte sich gut in das Spiel der Prinzessinnen ein und somit fanden die Pergerinnen wieder den Weg zurück auf die Siegerstraße. Sie gewannen den dritten Satz mit 25:22. Im vierten Durchgang setzte sich das Team von Zuzanna Pecha-Tlstovicova in der entscheidenden Phase ab und nutzte gleich den ersten Matchball, um den Finaleinzug zu fixieren.
Best-of-Five-Serie startet am 6. April
Damit erwartet die SG Prinz Brunnenbau Volleys nun eine Derbyserie. Im Duell mit dem Team vom ASKÖ Linz/Steg geht es nicht nur um die Meisterschaft, sondern auch um den historisch ersten Titel für ein Team aus Oberösterreich. Der Auftakt erfolgt am 6. April. Da beide Teams mit nicht regelkonformen Höhen ihrer Heim-Hallen Probleme haben, werden die Spiele wohl in Amstetten ausgetragen.
Sportchef über Entwicklungsschritte begeistert
„Ich hätte nie gerechnet, dass wir ins Finale einziehen, hätte man mich vor der Saison gefragt. Wir wollten ein wenig Halbfinalluft schnuppern, aber der Schritt war wieder enorm dieses Jahr. Und wenn ich daran zurückdenke, dass wir die ganze Mannschaft umgebaut haben, Spielerinnen ersetzen mussten, ist der Finaleinzug ein fantastischer Erfolg für unseren Verein“, jubelte Perg-Sportchef Josef Trauner.


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