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BEZIRK PERG. Am 3. August ist in Österreich der Equal Pension Day – also jener Tag ab den Frauen im Vergleich zu Männern statistisch gesehen keine Pension mehr bekommen. In Oberösterreich war dieser sogar schon am 14. Juli. Rasche und wirksame Maßnahmen fordern unter anderem die SPÖ Frauen Perg.

Am Foto unten: Gabriele Auinger, Sabine Schatz, Marianne Haag; stehend: Margit Hofer, Karin Blumauer, Ursula Kastner und Hildegard Straussberger (Foto: SPÖ Frauen Bezirk Perg)

Frauen steigen im Pensionssystem deutlich schlechter aus als Männer. Der bundesweite Equal Pension Day – jener Tag ab den Frauen im Vergleich zu Männern statistisch gesehen nichts mehr bekommen ist am 3. August. In Oberösterreich ist der Gap zwischen den Geschlechtern sogar besonders stark: Der Equal Pension Day – also jener Tag, an dem ein Mann bereits so viel Pension bezogen hat wie eine Frau im ganzen Jahr – fiel in Oberösterreich auf den 14. Juli 2022. Im EU-Vergleich ist damit die Pensionsschere in Österreich sehr groß, Oberösterreich liegt wiederum an vorletzter Stelle der Bundesländer.

Preissteigerungen massive Belastung

Frauen in erhalten um 46,3 Prozent weniger Pension. Im Schnitt kommt eine Oberösterreicherin auf lediglich 1.170 Euro im Monat, während die durchschnittliche Männerpension immerhin bei 2.179 Euro liegt. „Viele Frauen schlittern in der Pension in die Armut. Die aktuelle Teuerungswelle stellt eine akute Gefahr dar“, betont ÖGB-Frauenvorsitzende Elfriede Schober. Denn: „Die täglich steigenden Preise für Dinge des täglichen Bedarfs treffen Frauen in Pension doppelt. Denn bei niedrigen Einkommen fallen die horrenden Preise fürs Wohnen, Lebensmittel und Energie noch stärker ins Gewicht“, betont die Vorsitzende der SPÖ Frauen Perg Sabine Schatz.

Hohe Teilzeitquote in Oberösterreich

Ein Grund für den Unterschied ist die Teilzeitquote bei Frauen. Diese ist in Oberösterreich besonders hoch und die im Bundesländervergleich großen Einkommensunterschiede schlagen voll auf die Pension durch. „Ein Erwerbsleben lang weniger Gehalt, keine Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch fehlende Kinderbetreuungsplätze und damit ein hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen wirken sich letztlich drastisch auch auf die Pensionen aus“, so Schatz. Auch für ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Elfriede Schober ist das ein untragbarer Zustand: „Frauen leisten nach wie vor den Großteil an unbezahlter Arbeit wie Kinderbetreuung, Hausarbeit und Pflege von Angehörigen. Gleichzeitig gibt es nach wie vor zu wenig Kinderbetreuungsplätze. All diese Faktoren führen dazu, dass fast die Hälfte aller Frauen in Teilzeit arbeitet – oft unfreiwillig”.

Pensionssplitting hilft nicht

Das automatische Pensionssplitting helfe hingegen nicht gegen Altersarmut, so eine WIFO-Studie. „Der Effekt ist einzig und allein vom Partnereinkommen abhängig, gerade bei niedrigen Einkommen hilft das Splitting nicht. Sinnvoller wären eine höhere Anrechnung der Kindererziehungszeiten und gesetzliche Maßnahmen zum Schließen der Lohnschere“, so Sabine Schatz.

Sie fordert zudem eine Teuerungsbremse, damit die Preise nicht noch weiter steigen. Dazu zählt eine vorübergehende Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, Gas, Strom und Sprit sowie ein Einfrieren der Richtwertmieten bis 2025. „Das Land Oberösterreich muss endlich in den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen investieren und Frauen damit auch eine Chance auf einen Vollzeitjob geben.“


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