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SCHWERTBERG. Die Gemeinde hat vergangene Woche zwei richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Mit der Übergabe des ehemaligen Bauhofareals an die Neue Heimat hat man große Fortschritte bei der Errichtung eines Gesundheitszentrums gemacht. Außerdem wurde der Baurechtsvertrag für den Umbau des Grafenspitals fixiert. Dort soll ein Internat für Kinder aus schwierigen Verhältnissen entstehen.

Bürgermeister Max Oberleitner (r..) mit Projektleiter Harald Weingartsberger von der Neuen Heimat, der den Bau des Gesundheitszentrums am ehemaligen Bauhofgelände managen wird. (Foto: Gemeinde Schwertberg)

Die Übersiedelung des Bauhofs ist abgeschlossen und die Gemeinde Schwertberg überlässt nun für 80 Jahre das Grundstück am Schacherberg der Neuen Heimat. Die Vorbereitungen für den Abriss des Gebäudes laufen bereits auf Hochtouren. Spätestens im Frühjahr 2023 soll nach Angaben der Gemeinde auf dem Areal mit dem Bau des neuen Gesundheitszentrums samt Nahversorger, 26 betreubaren Wohnungen, Tiefgarage etc. begonnen werden. Seit Sommer gibt es von der Österreichischen Gesundheitskasse und der Ärztekammer „Grünes Licht“ für die Errichtung einer Primärversorgungseinheit mit drei Kassenstellen. Dabei wird eine Kooperation mit Perg angestrebt.

Arzt berät Gemeinde

Bürgermeister Max Oberleitner konnte Erwin Rebhandl, der bereits in Haslach erfolgreich eine solche medizinische Versorgungseinrichtung gegründet hat, als Berater gewinnen. Der Mediziner hat seine Erfahrungen bereits in die Planungen des dafür vorgesehenen Gebäudetrakts einfließen lassen. Am 18. November hält Rebhandl in Schwertberg eine Fachtagung für Allgemeinmediziner ab, um über den Betrieb von Primärversorgungseinheiten zu informieren.

Schon vier Arzt-Bewerber

Für den künftigen Standort Schwertberg gibt es laut Gemeinde bereits vier konkrete Bewerbe r. Der Bürgermeister hofft, die Suche nach Ärzten daher so schnell als möglich abschließen zu können und ist sehr zuversichtlich, die medizinische Versorgung im Ort sogar noch weiter ausbauen zu können.

Platz für rund 20 Kinder

Am 10. November behandelte der Gemeinderat die Nachnutzung des ehemaligen Grafenspitals. Einstimmig wurde ein Baurechtsvertrag mit der Sozialen Initiative beschlossen, um die Liegenschaft ab Jänner 2023 für 40 Jahre zu verpachten. Die Soziale Initiative plant, das leerstehende Gebäude bis 2024/25 in ein Internat für rund 20 Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen umzubauen. Die sechs- bis vierzehnjährigen Internatsbewohner sollen rund um die Uhr von Erziehern betreut werden und am Wochenende und in den Ferien zu ihren Eltern nach Hause fahren. Die Sanierung und der Umbau werden dabei komplett von der Initiative und dem Land Oberösterreich finanziert.

Lehrkräfte in Sorge

Die Schulleitungen appellierten im Vorfeld an die Gemeindevertreter, dass sie schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt seien und nicht noch weitere pädagogische Aufgaben und Herausforderungen übernehmen können. Bürgermeister Oberleitner betonte, dass man die Sorgen der Lehrkräfte sehr ernst nehme und in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit der Bildungsdirektion begleitende Maßnahmen erarbeiten werde.

Schüler werden aufgeteilt

Bei einem ersten runden Tischhabe man bereits mit der Bildungsdirektion vereinbart, dass es pro Schule Schwertberg nur maximal drei bis vier „externe“ Internatsschüler geben werde. Der Rest der Kinder werde auf umliegende Schulen verteilt.


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