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BEZIRK PERG. Die Volkshilfe Perg machte zum Tag der Arbeitslosen am 30. April auf die prekäre Situation von vielen arbeitssuchenden Menschen aufmerksam: Zu viele arbeitssuchende Menschen seien von Armut betroffen, es brauche eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens.

Sabine Schatz, Michael Harrucksteiner und Gerald Reitermachten mit dem Verteilen von „Arbeitslosen“ auf den Tag der Arbeitslosen aufmerksam. (Foto: VH Perg)

Für Sabine Schatz als Vorsitzende der Volkshilfe Perg, ist es unverständlich, warum die Regierung im Bereich des Arbeitsmarktes so wenig Akzente setzt. Ende März 2023 waren im Bezirk Perg immer noch 1000 Menschen arbeitslos, viele leben an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Für sie ist eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens eine Frage des menschenwürdigen Lebens. Denn angesichts der Teuerungsraten können vor allem Geringverdiener nicht von 55 Prozent ihres letzten Gehalts leben.

Maßnahmen fehlen

Aber es fehlen auch weitere Maßnahmen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. „Es braucht immer noch mehr Anstrengungen, auch langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist enorm, durch Schulung und Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen ist hier ein menschliches Potenzial zu heben. Und für jene, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht in ein Normalarbeitsverhältnis vermittelbar sind, braucht es eine Jobgarantie und damit das Recht auf einen Platz in einem geregelten, menschenwürdigen zweiten Arbeitsmarkt“, so Sabine Schatz.


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