Beratungen rund um Wechsel der Trägerschaft für den Kindergarten
LUFTENBERG. Weil man als Gemeinde mit den Verwaltungsaufgaben rund um Kindergarten und Krabbelstube an die Grenzen stoße, aber die sehr hohe Qualität erhalten wolle, war geplant, die Trägerschaft künftig in neue Hände zu legen. In der letzten Gemeinderatssitzung kam man aber zur Entscheidung, dass noch nichts spruchreif ist und sich der zuständige Ausschuss neuerlich mit der Angelegenheit befassen soll.

In den meisten Gemeinden werden öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen von Trägern geführt, die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben. In Luftenberg ist dies anders. Die Gemeinde betreibt den Kindergarten und die Krabbelstube selbst. Sehr erfolgreich im Übrigen, denn im AK-Kinderbetreuungsatlas wird Luftenberg seit Jahren mit der Bestnote eingestuft.
Das Betreiben des achtgruppigen Kindergartens und der viergruppigen Krabbelstube verursache aber mittlerweile ein Arbeitspensum, das immer schwerer zu bewältigen sei, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung. Immerhin arbeiten über 30 Mitarbeiter in den Betreuungseinrichtungen, was der Größe eines mittelständigen Betriebes entspricht.
„Unser großes Anliegen ist es, die hohe Qualität und die ausgedehnten Öffnungszeiten weiter gewährleisten zu können. Deswegen wurde es für sinnvoll erachtet, einen Träger zu suchen, der die umfassenden Verwaltungsaufgaben abwickelt und der auch einen pädagogischen Hintergrund hat“, erklärt Amtsleiter Manfred Mazanek.
Der Ausschuss für Kindergarten, Jugend und Schule beschäftigte sich bereits mit dieser Angelegenheit und fragte bei verschiedenen Betreibern an. Zwei waren interessiert und haben ein Angebot vorgelegt.
In der letzten Gemeinderatssitzung war den Mandataren die Sachlage aber zu wenig ausgearbeitet, um über einen Wechsel der Trägerschaft entscheiden zu können.
Schließlich wurde beschlossen, dass die Angelegenheit an den zuständigen Ausschuss zurückverwiesen wird, wo man sich nochmals eingehend und intensiv mit dem Thema auseinandersetzen wird. Auch weitere Angebote sollen eingeholt werden.
Für Unruhe hatte im Vorfeld auch ein anonymer Brief - offenbar aus Teilen der Elternschaft - gesorgt, der an Medien sowie an Vertreter der VP, FP und der Grünen gesendet worden war.


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