Perger Arbeitsmarkt trübt sich ein
BEZIRK PERG. Das AMS Perg hat die Arbeitsmarktdaten für Juli veröffentlicht. Demnach steigt die Arbeitslosigkeit und die Zahl der gemeldeten offenen Stellen geht zurück.

„Der Juli zeigt ein für die letzten Monate bekanntes Bild am Arbeitsmarkt: einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und neue Höchstwerte bei den unselbständig Beschäftigten. Hinzu kommen die Monat für Monat rückläufigen Stellenmeldungen. Allesamt Zeichen, dass sich der Arbeitsmarkt eintrübt“, fasst der Perger AMS-Geschäftsstellenleiter Stefan Gringinger die aktuelle Lage zusammen. Mit einer Arbeitslosenquote von drei Prozent liege man unter dem Oberösterreich-Schnitt von 3,9 Prozent.
Fast 1.000 Menschen im Bezirk ohne Job
Im Juli waren 993 Personen beim AMS Perg arbeitslos gemeldet (550 Frauen, 443 Männer), was ein Plus von 16,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet. Nach Altersgruppen betrachtet gab es den größten Anstieg bei der Gruppe der 25 bis 39- jährigen (+21,74 Prozentpunkte), was in absoluten Zahlen 60 Personen mehr bedeutet als im Juli des Vorjahres. Der Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit im Juli ist Gringinger zufolge durch die Freistellungen rund um die Sommerpause im Schul- und Kinderbetreuungsbereich zu erklären.
Hohe Dynamik im Juli
Im langjährigen Vergleich sind die aktuellen Bestandzahlen dennoch niedrig. So gab es laut Gringinger im Bezirk Perg zuletzt im Juli 2012 weniger arbeitslose Personen als aktuell. Auffallend sei die von Jahr zu Jahr steigenden Dynamik am Arbeitsmarkt in den Sommermonaten. 475 Personen sind im Juli 2023 arbeitslos geworden und 362 haben Ihre Arbeitslosigkeit wieder beendet. Hohe Werte, die nach Angaben von Gringinger nur durch die witterungsbedingten Zugänge im Winter übertroffen werden.
Weniger freie Stellen
743 offene Stellen waren im Juli beim AMS Perg gemeldet. 220 freie Jobs wurden dem AMS Perg neu gemeldet, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von 72 Stellen bedeutet. Die Werte bei den Stellenbesetzungen sind hingegen mit 143 Arbeitsaufnahmen im aktuellen Monat um 8,9 Prozent höher als im Juli 2022. „Steigende Arbeitsaufnahmen gepaart mit weniger Stellenmeldungen ergeben in Summe rückläufige Werte am Stellenmarkt. Auch wenn wieder mehr Personen auf den Arbeitsmarkt drängen, bleibt die Nachfrage nach Fachkräften ungebrochen hoch“, schließt Gringinger.


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