PERG. Die eigenen vier Wände stehen für Freiheit und Geborgenheit. Doch was, wenn Architektur von gestern nicht mehr zum Leben von morgen passt? Immobilienexperte Christian Knoll (Knoll Immobilien) beleuchtet in seinem aktuellen Tipp ein Thema, das oft unterschätzt wird: Warum es sich lohnt, rechtzeitig über Sicherheit und Barrierefreiheit nachzudenken – ganz ohne Angst, aber mit viel Weitblick.

Über ein Thema sprechen viele Menschen nur sehr vorsichtig: die Angst zu stürzen. Nicht dramatisch, eher leise. Ein Satz, den ich in Gesprächen manchmal höre, lautet: „Solange ich gesund bleibe, passt alles.“ Und meistens stimmt das auch. Doch viele Häuser, in denen ältere Menschen heute leben, wurden vor Jahrzehnten gebaut.
Sicherheit bekommt im Alter eine andere Bedeutung
Treppen, schmale Badezimmer oder hohe Schwellen waren damals ganz normal. Barrierefreiheit war kein Thema. Solange alles gut geht, denkt man darüber kaum nach. Doch mit den Jahren verändert sich der Körper. Bewegungen werden vorsichtiger, Wege etwas langsamer. Dinge, die früher ganz selbstverständlich waren, brauchen plötzlich mehr Aufmerksamkeit. Dann bekommt Sicherheit plötzlich eine andere Bedeutung.
Zukunft bewusst gestalten
Dabei geht es nicht darum, Angst zu machen. Sondern darum, realistisch zu bleiben. Viele Wohnentscheidungen entstehen erst dann, wenn etwas passiert ist. Ein Sturz, ein Krankenhausaufenthalt oder eine Situation, die plötzlich alles verändert. Dabei wäre es oft viel angenehmer, sich solche Fragen früher zu stellen. Nicht aus Sorge, sondern aus dem Wunsch heraus, die eigene Zukunft bewusst zu gestalten. Oft beginnt genau dort ein neues Nachdenken über das eigene Zuhause und die eigene Sicherheit.



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