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Peuerbacher helfen in Nepal: „Nach Schockstarre fängt Land an sich zu erholen“

Sabrina Lang, 26.04.2017 17:19

PEUERBACH/NEPAL. Die ehrliche Dankbarkeit sei es, die vier Freunde aus Peuerbach veranlasste, nun bereits zum zweiten Mal nach Nepal zu reisen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Zwei Jahre nach den Erdbeben hätte sich das Land von der anfänglichen „Schockstarre“ zumindest ein wenig erholt. Laut Wilhelm Rupertsberger merke man erste Ansätze einer Aufbruchstimmung: Straßen werden neu gebaut, Häuser errichtet.

 Große Freude herrschte im Waisenhaus über die geschenkten Fußbälle.
  1 / 3   Große Freude herrschte im Waisenhaus über die geschenkten Fußbälle.

Bereits im Februar 2016 bauten die Peuerbacher Wolfgang Oberlehner, Josef Razenberger, Anton Mayrhofer und Wilhelm Rupertsberger zusammen mit den Menschen vor Ort fünf Holzhäuser. Ein Jahr danach sollten fünf weitere folgen. So kehrten die Helfer Anfang Februar zurück nach Nepal.

Der Container voll Holz für die Häuser kam allerdings nicht mehr während ihrer Anwesenheit im Land an. Als Häuselbauer konnten die Vier den Menschen vor Ort so nicht unter die Arme greifen. Wie die Peuerbacher aber feststellten, hatten die nepalesischen Freunde das Hausbauen bereits gut im Griff. Das Hilfsprojekt konnte auch ohne die helfenden Hände aus Peuerbach realisiert werden.

Organisation rettet Mädchen aus Bordellen

Im Zuge ihres Einsatzes besuchten sie auch die Organisation „MAITI“, die sich für die Rückholung nepalesischer Mädchen aus indischen Bordellen einsetzt. Pro Jahr könnten so zirka 100 Mädchen gerettet werden. „Wir hatten die Gelegenheit, die Anlage in Kathmandu zu besuchen, in der um die 500 Mädchen, Frauen und Kinder leben“, erzählt Rupertsberger.

Spende an Waisenhaus

Zudem besuchten die Peuerbacher das Waisenhaus „Kopilahome“ in der Nähe von Kathmandu. „Wir besorgten Fußbälle und Badmintonspiele für die Kinder, die Freude war sehr groß“, erzählt der Peuerbacher. Zudem wurden der Heimleitung 1000 Euro aus der Spendenkassa übergeben. Diese entsprechen umgerechnet auf den Wert in Nepal 10.000 Euro.

„Derzeit leben die Kinder in einem viel zu kleinen Mietshaus. Die Menschen träumen von einem eigenen Heim. Mit 10.000 Euro kann man schon einige Ziegel für das neue Waisenhaus kaufen“, meint Rupertsberger.

Krankenstation besucht

Der Hilfseinsatz fand für die Peuerbacher in einer Krankenstation ihren Abschluss. „Zu diesen Ereignis hatten sich 50 Personen versammelt. Es war eine richtige Dankeszeremonie“, erzählt Rupertsberger. Die Peuerbacher übergaben ein EKG und ein Sauerstoffgerät, die nun bis zu 4000 Menschen in der Umgebung helfen können.

Ehrliche Dankbarkeit

Für die Peuerbacher war auch ihr zweiter Besuch in Nepal überwältigend. „Es ist ein Gefühl der ehrlichen Dankbarkeit und Freude. Die Menschen geben wesentlich mehr zurück als man gibt und das ist einzigartig. Es besteht die Gefahr, dass man nach diesem Gefühl süchtig wird oder anders gesagt: Man will es wiederholen“, sagt Rupertsberger.

Vortrag

In ihrem Vortrag berichten die Peuerbacher über ihren Nepal-Einsatz,

Donnerstag, 4. Mai, 20 Uhr

Pfarrheim Peuerbach

Der Eintritt ist frei, um freiwillige Spenden wird gebeten.


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