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PEUERBACH/NEPAL. Menschen im Erdbebengebiet Nepal zu helfen, hat sich Wilhelm Rupertsberger aus Peuerbach zur Lebensaufgabe gemacht. Gemeinsam mit drei Freunden half er in den letzten Jahren bei der Errichtung von Holzhäusern. Heuer, beim dritten Besuch des Peuerbachers, begleitete ihn seine Tochter Julia. Man kümmerte sich um den Ausbau der Krankenstation, denn, so der Peuerbacher: „Die Liebe zu den Menschen und zum Land ist groß“.

Wilhelm Rupertsberger (rechts) reiste mit Tochter Julia (2. v. l.) nach Nepal.
  1 / 3   Wilhelm Rupertsberger (rechts) reiste mit Tochter Julia (2. v. l.) nach Nepal.

Das Dorf mit dem Namen „Jafati“ liegt 70 Kilometer nördlich von Kath­mandu, nahe dem Epizentrum des Erdbebens im Jahr 2015. Die Friends4Nepal, der Peuerbacher Wilhelm Rupertsberger und drei Freunde, haben hier in den letzten Jahren bei der Errichtung von Holzhäusern geholfen und dabei die Menschen und das Leben vor Ort hautnah miterlebt. Perspektiven-losigkeit mische sich hier mit purer Lebensfreude. „Traurig macht, dass die jungen Leute in die Schule gehen und nachher keine Chance haben, einegute Arbeit zu finden. Aktuell sind fünf Millionen junge nepalesische Männer im Ausland als Gastarbeiter“, erklärt Rupertsberger. Dennoch sei die Lebensfreude der Menschen unbeschreiblich.

„Mit dem Wenigen, was sie haben, sind sie glücklich“, erzählt der Peuerbacher. Das erste Haus wurde von den vier Freunden persönlich errichtet, bei den weiteren haben sie finanziell unterstützt. Heuer begleitete ihn seine Tochter Julia. „Der Empfang im Dorf war mehr als herzlich. Ich kenne mittlerweile die Familien, es ist schon fast wie „Verwandte besuchen““, meint Rupertsberger. Bei der Gelegenheit besuchten sie die bestehenden Holzhäuser mit acht Wohneinheiten. Die Leute vor Ort, speziell die Jugendlichen, würden die Holzarbeit mittlerweile sehr gut beherrschen, meint Rupertsberger. „Unser Ziel ist es, auch für die Allgemeinheit etwas zu leisten. So haben wir im letzten Jahr für die örtliche Krankenstation medizinisch technisch Geräte besorgt, ein EKG-Gerät und eine Sauerstoff- Anlage. Das Engagement werden wir weiter fortsetzen und die Krankenstation baulich und technisch ausbauen – das ist der Schwerpunkt unserer aktuellen Hilfeleistung für Jafati“, so der Peuerbacher.Aktuell habe die Krankenstation ein Wellblechdach. „Die hygienischen Umstände kann man sich vorstellen. Wir wollen eine Betondecke einziehen und ein Obergeschoß für den stationären Betrieb für Kranke schaffen.

Für das Betreiben von medizinisch technischen Geräten braucht es eine konstante Stromversorgung. Diese ist aktuell durch die täglichen stundenlangen Stromausfälle nicht gewährleistet“, meint Rupertsberger. Es soll eine Fotovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher installiert werden, um die Geräte verlässlich zu versorgen. Nach dem Aufbau der Infrastruktur und je nach Spendenaufkommen gehe es dann weiter in Richtung medizinische Ausstattung. Die Zahlungen für dieses Projekt laufen über den Verbindungsmann Raphael Langerhorst, ein Stroheimer, der seit Jahren in Jafati lebt.

 

Theaterstück für Nepal

Die Theatergruppe Altschwendt präsentiert am 13. April im KuBik-Saal das Stück „Lumpazivagabundus“.

Die Einnahmen kommen dem Hilfsprojekt zugute.

Karten sind unter 0681/10513483 täglich zwischen 17 und 19 Uhr erhältlich.

Infos: www.­theatergruppe-altschwendt.at.


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