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PEUERBACH. Die FF Peuerbach, die FF Adenbruck, die FF Stefansdorf, die FF Untertressleinsbach, die FF Bruck-Waasen und die FF Oberndorf sorgen seit vielen Jahrzehnten für die Sicherheit der Bürger. Tips hat die ältesten Feuerwehrkameraden dieser Florianigruppen besucht und mit ihnen einen Blick in die Vergangenheit gewagt, von ihren Anfängen bei der Freiwilligen Feuerwehr bis hin zu erinnerungswerten Ereignissen und Einsätzen gab es viel zu erzählen.

Franz Pichler von der FF Oberndorf. Fotos: LangS
  1 / 4   Franz Pichler von der FF Oberndorf. Fotos: LangS

August Humer (95)

Feuerwehr Adenbruck

Seit 72 Jahren bei der Feuerwehr

» Mein Großvater hat die FF Adenbruck gegründet. Ich bin mit 23 Jahren zur FF gegangen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass die ersten Einsätze noch mit den Pferden und später mit dem Traktor bewältigt wurden. Als ich Kommandant wurde, um 1970, bekamen wird das erste Kleinlöschfahrzeug. Das letzte Mal war ich 1980 im Einsatz.«

Walter Entholzer (90)

Feuerwehr Peuerbach

Seit 72 Jahren bei der Feuerwehr

» Größere Einsätze hatten wir beim Hochwasser 1954 in Linz oder bei großen Bränden wie bei einem Sägewerk in St. Agatha. Da haben wir eine sehr lange Leitung legen müssen und ich habe alles mit der Hand spritzen müssen. Am Land waren wir oft im Einsatz, in der Stadt hat es fast nie gebrannt. Dramatisch war, in den ländlichen Gebieten mussten die Menschen oft kilometerweit laufen, um zu einem Telefon zu kommen und die Feuerwehr zu alarmieren.«

Gustav Dornetshuber (88)

Feuerwehr Bruck-Waasen

Seit 72 Jahren bei der Feuerwehr

» Ich war bei der Feuerwehr oft für die LKW-Transporte zuständig. Einmal hatte ich großes Glück: 1954 habe ich die Feuerwehr mit einem LKW zum Hochwassereinsatz nach Linz bringen müssen, als in einer Kurve in Waizenkirchen die Schotterstraße nachgab und wir fast von der Straße abgekommen wären. Die Kameraden standen hinten auf dem LKW – das wäre fatal gewesen. Das letzte Mal war ich 1994 im Einsatz.«

Franz Pichler (82)

Feuerwehr Oberndorf

Seit 64 Jahren bei der Feuerwehr

» Im Jahr 1954 bin ich in die Freiwillige Feuerwehr Oberndorf eingetreten. Das letzte Mal war ich 2002 bei einem Kaminbrand im Einsatz. Zwischendurch ist viel passiert. Ich erinnere mich an große Brände 1965 und 1980 in Hub oder an dramatische Erlebnisse, wie ein hochschwangeres Mädchen hier auf der Hauptstraße in Hub frontal in den Gegenverkehr krachte, Gott sei Dank hatte sie es überlebt. Aber auch actionreiche Erlebnisse waren dabei. 1957 feierten wir die Hochzeit von einem Feuerwehrkameraden im Lagerhaus in Eckartsroith bis um 14 Uhr die Sirene ging und wir im feschen Gewand ausgerückt sind. Angeblich hatten Kinder in Enzing ein Sonnwendfeuer im Stadl gemacht. Nach dem Einsatz wollten wir etwas zu trinken kaufen fahren, blieben mit dem FF-Auto stecken und haben eine Seilwinde beim Strommast befestigt. Dann haben wir den Mast auch noch umgerissen. Bei einem Blitzschlag in Blindhub musste alles sehr schnell gehen, ich bin in der Unterhose rausgerannt und habe den Verkehr geregelt. Meine Frau hat mir dann meine Hose zum Einsatz nachgebracht. An die Gemeinschaft erinnere ich mich auch noch gerne. An die Ausflüge und früher hat es viele Feuerwehr-Bälle gegeben, das hat sich leider zum Großteil aufgehört. Aber das war immer schön.«


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