Internationaler Wissenstransfer mit der Energy-Future-Tour
PFAFFENSCHLAG. Niederösterreich übernahm zu Jahresbeginn den Vorsitz in der Europaregion Donau-Moldau (EDM). Auf der zwölftägigen Reise durch die sieben EDM-Regionen machten zwölf Studenten Station beim Windkraftanlagenhersteller W.E.B in Pfaffenschlag. Das Ziel der Energy Future Tour ist eine Vision für die Energiezukunft für die EDM entwickeln. Über einen intensiven Austausch von Know-how und Erfahrung sollen zudem konkrete Kooperationsprojekte angestoßen werden.

„Engagement für Europa und europäische Zusammenarbeit ist uns in Niederösterreich ein großes Anliegen. Wir wollen den Vorsitz und die Energy Future Tour nutzen, um den internationalen Wissenstransfer zu fördern und die Schwerpunkte Niederösterreichs – Bildung, Jugend, Energie - in der Europaregion Donau-Moldau zu stärken“, so Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP). Dass Niederösterreich die Wissensplattform Energie übernommen hat, liegt auf der Hand, wie Energie-Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) betont: „Niederösterreich hat mit der Energiewende begonnen, als noch reihenweise ergebnislose Klimakonferenzen abgehalten wurden. Wir decken unseren Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien und geben gerne unser Wissen an unsere Freunde in Deutschland und Tschechien weiter, wie der Schritt weg von Atomstrom und fossilen Energieträgern gelingen kann.“
In Pfaffenschlag besuchten die Tour-Teilnehmer die W.E.B Windenergie AG, die 205 Windkraftanlagen, 16 Photovoltaik-Anlagen sowie drei Kleinwasserkraftwerke betreiben. Mit der installierten Nennleistung von 350 Megawatt und der produzierten Energie von 804.882 MWh versorgt die W.E.B insgesamt 229.931 Haushalte mit grünem Strom. Die Kernmärkte des Unternehmens liegen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Italien und Kanada.
Exkursionen im Tour-Blog verfolgen
Im Rahmen der Reise besuchen die Teilnehmer alle sieben EDM-Regionen, besichtigen dabei Betriebe und Forschungseinrichtungen und tauschen sich mit Experten aus. Die Energie- und Umweltagentur NÖ wird als Leiterin der Wissensplattform Energie die internationale Delegation bei der Energy Future Tour anführen: „Mit dieser gemeinsamen Initiative wird die Europaregion Donau-Moldau konkret erlebbar und zeigt sich aus junger Perspektive. Alle Regionen waren mit ihren Energie-Highlights aktiver Teil des Projekts“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie-und Umweltagentur NÖ. In Niederösterreich führt die Reise zudem in das AKW Zwentendorf sowie zur Firma Hofstätter in Kamegg. Die weiteren Fixpunkte sind unter anderem eine Eisspeicheranlage in Regensburg, ein Wasserkraftwerk in Dalešice und die Forschungsstätte von Fronius in Wels.
Europaregion Donau Moldau
Die Europaregion Donau-Moldau ist eine trilateral tätige Arbeitsgemeinschaft der sieben Partnerregionen Oberösterreich, Niederösterreich mit dem Most- und Waldviertel, Niederbayern und der Landkreis Altötting, Oberpfalz, Pilsen, Südböhmen und Vysočina. Sie dient dem Ausbau der Zusammenarbeit zum Wohle der dort lebenden Menschen, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region und zur Umsetzung des europäischen Gedankens.
Ziel der Wissensplattform Energie ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks zur Stärkung der Kooperation von Akteuren aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Mit Jahresbeginn 2016 übernahm die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich die Leitung der Wissensplattform Energie.


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