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PFAFFENSCHLAG. „2016 war ein Jahr der Extreme für die W.E.B“, so Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier am Beginn der Bilanzpressekonferenz der W.E.B Windenergie AG in Wien. „Wir haben unsere installierte Kraftwerksleitung um 88 MW erweitert. Das sindmehr als 25 Prozent Zuwachs in nur einem Jahr. Die Windbedingungen jedoch haben sich2016 von ihrer schwächsten Seite gezeigt. Obwohl die Stromerzeugung um 7,6 Prozent unter dem Soll lag, ist es uns gelungen, durchaus herzeigbare Resultate in Umsatzund Ergebnis zu erzielen. Auf dieser Basis können wir unseren Aktionären einmalmehr eine attraktive Dividende bieten.“

Bilanzpressekonferenz im Cafe Landmann in Wien (v.l.): Vorstandsvorsitzender (CEO) Frank Dumeier und Finanzvorstand (CFO) Michael Trcka

Konkret lag die Ökostromproduktion mit 724.446 MWh etwas über dem Vorjahreswert, auch der Umsatz konnte mit 66,3 Millionen Euro stabil gehalten werden, und das Konzernergebnis erreichte ein solides Niveau von 6,6 Mio. Euro. Auf knapp 130 Millionen Euro deutlich gestiegen ist 2016 das Eigenkapital.

Deutliches Kapazitätswachstum, neuer Markt

Gleichzeitig investierte die W.E.B massiv in die Erweiterung ihrer Erzeugungskapazität um 88 MW und erlebte damit das stärkste Ausbaujahr ihrer bisherigen Geschichte. Frank Dumeier: „Nimmt man noch die gemeinsam mit Partnern unter unserer Leitung errichteten Anlagen hinzu, waren es 118 MW an neuer, sauberer Kraftwerksleistung.“

Finanzvorstand Michael Trcka ergänzt: „In Sachen Wachstumhaben wir 2016 einige wichtige Meilensteine erreicht, etwa die Inbetriebnahme unseres ersten Windparks in den USA auf dem Pisgah Mountain in Maine oder den Betriebsstart unseres bisher größten Windparks Les Gourlus in Frankreich.“ In Deutschland habe das Unternehmen zudem seine ersten umfassenden Repowering-Projekte, also die Erneuerung und technische Aufrüstung bestehender Windparks, erfolgreich abgeschlossen.

Internationaler Wachstumskurs

Mit diesem deutlichen Kapazitätsausbau setzt die W.E.B ihren Wachstumskurs wie geplant weiter fort. Nach Österreich war die W.E.B schon früh in Deutschland, Frankreich, Italien und Tschechien aktiv geworden und hat in den vergangenen Jahren auch den kanadischen und zuletzt den US-amerikanischen Markt für sich erschlossen. Diese Internationalität sichert eine Streuung des Projektierungs- und Produktionsrisikos, weil die W.E.B dadurch unterschiedliche meteorologische Bedingungen ausgleichen und zudem lokale Gegebenheiten und Förderbedingungen optimal nutzen kann.

Auch weiterhin plant das Unternehmen zu wachsen. Frank Dumeier: „Wir verfügen derzeit über eine sehr stabile Entwicklungs-Pipeline mit über 50 aktiven Projekten in sieben Ländern. Im Moment laufen Bauvorbereitungen für sechs Projekte in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien. 2017 wird ein Jahr der Spatenstiche, 2018 wieder ein Jahr der Inbetriebnahmen.“ Der erste Spatenstich in Flesquières, Frankreich, sei bereits erfolgt, auch in Österreich würden zum Jahresende weitere in Dürnkrut und Höflein folgen. Auch mittelfristig wolle das Unternehmen jährlich im Schnitt um rund 50 MW wachsen. Klare gesetzliche Rahmenbedingungen und damit verbundene Chancen werden darüber entscheiden, wo die nächsten Schwerpunktegesetzt werden. „Wenn sich in Österreich beim Ökostromgesetz nicht bald etwas tut, werden wir vor allem in Projekte außerhalb des Landes investieren“, hält Dumeier fest.

Weitere Optimierung und Ausbau der Betriebsführung

Parallel zur Erweiterung ihres Kraftwerksparks arbeitete die W.E.B auch 2016 konsequent daran, ihre bereits hohe Professionalität in Betriebsführung sowie Wartung und Service weiter auszubauen. Dies stärkte nicht nur das Unternehmeninsgesamt, sondern brachte auch externe Anerkennung: Durch den Germanischen Lloyd wurde der W.E.B bescheinigt, dass sich das betriebseigene Servicekonzept auf Herstellerqualität – und damit auf absolutem Top-Niveau – befindet. Frank Dumeier:“Das wirkt sich auch direkt auf unser Geschäft aus: Überzeugt von unserer hohen Kompetenz haben uns Partner wie die Österreichischen Bundesforste 2016 die Betriebsführung einiger Windparks übertragen“ (Tips berichtete). Damit verantwortete die W.E.B zu Jahresende den Betrieb von 520 MW an Kraftwerkskapazität.

Weitere Anleihe-Emissionen erfolgreich platziert

Als erfolgreich erwies sich die W.E.B 2016 auch wieder auf dem Kapitalmarkt. Michael Trcka: „Wir konnten neuerlich drei Anleihen platzieren, darunter auch wieder eine Hybrid-Anleihe. Wir haben dadurch mehr als 20 Millionen Euro erlöst, die in den laufenden Ausbau unseres Kraftwerksparks geflossen sind.“ Generell spiele  Bürgerbeteiligung – seit Unternehmensgründung eine der Grundfesten des Unternehmens – dabei eine zentrale Rolle für die W.E.B. Trcka: „Transparenz und ein enger Austausch mit unseren mehr als 3.700 Aktionären und unseren Anleihezeichnern gehören zu unserer DNA. Nur durch das Engagement vieler Einzelner ist die Energiewende auch wirklich adäquat umzusetzen.“


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