Beim "Kreulwürfeln" wird man falsche Geschenke lustig los
PINSDORF. Ob es das doppelt geschenkte Buch ist, oder die kitschige Keramikkatze: Die Weihnachtsgeschenke treffen nicht immer den Geschmack des Beschenkten. Abhilfe schafft bei Martina Reiter aus Wiesen seit Jahren der Salzburger Brauch „Kreulwürfeln“.

Jedes Jahr lädt Martina Reiter eine Freundesrunde zum „Kreulwürfeln“ ein – gespielt wird dabei um unnütze Geschenke, oder andere Dinge, die man los werden will – und die für jemand anderen aber etwas Besonderes sein könnten. Das Spiel eignet sich perfekt, um nach Weihnachten in größerer Runde Geschenke auszutauschen – und vielleicht auch, um zu Silvester die Wartezeit auf den Jahreswechsel lustig zu gestalten.
Tauschspaß zu Silvester
Laut Martina Reiter empfiehlt sich eine Mindestanzahl von acht Mitspielern. Jeder Gast verpackt sechs Dinge, die noch gut erhalten sind, aber nicht mehr gebraucht werden, einzeln ein. „Optimal wäre Zeitungspapier – was sich leider bei uns noch nicht durchgesetzt hat“, so Reiter.
„Kampfgeist“ und viel Spaß
Die Teilnehmer setzen sich rund um den Geschenkeberg und würfeln 30 Minuten lang reihum (Tipp: Uhr stellen). Bis die Zeit abgelaufen ist, gibt es für jeden Einser oder Sechser ein Päckchen. Sind alle verteilt, darf man sich eines von einer beliebigen Person holen. Dann wird der Reihe nach ausgepackt und jeder präsentiert die Schätze vor sich.
Doch man sollte sich nicht zu früh über die Keramikkatze oder die neue Tupperdose freuen, denn es folgt die zweite Runde. Zusatzregel: Wer einen Vierer würfelt, gibt sein abscheulichstes Geschenk an den linken Nachbarn weiter. Am Ende muss alles Erworbene mitgenommen werden. „Probiert es aus, es macht unheimlich viel Spaß und weckt den Kampfgeist. Und so manches Teil kann sich über einen neuen ehrsamen Platz freuen“, verspricht Martina Reiter.


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