Pregartens Bürgermeister ortet Zwang zu neuen Gemeindestrukturen
PREGARTEN. Freibad, Musikschule, Neue Mittelschule – zahlreiche Großprojekte hat die Stadtgemeinde Pregarten in den vergangenen Jahren verwirklicht. Von ihnen profitieren auch die Nachbargemeinden, ohne dass ihnen große Kosten daraus erwachsen, meint Bürgermeister Anton Scheuwimmer. Neue Gemeindestrukturen seien daher unausbleiblich.

Alleine im Vorjahr war beim Freibad Lagune ein Minus von 110.000 Euro zu verkraften. „Es zwingt uns nicht nur deswegen langsam zu einer Strukturreform und zu größeren Gemeindestrukturen“, sieht das Pregartner Stadtoberhaupt den Verein RUF (Region Untere Feldaist) an seine Grenzen stoßen.
Verein zu unverbindlich
„Ein Verein ist zu unverbindlich, die Entscheidungswege mit Sitzungen, Ausschüssen und zuletzt Gemeinderäten zu kompliziert – da geht die Euphorie verloren, etwas zu bewegen.“ Ein Lösungsansatz wäre für Scheuwimmer, der vor Jahren mit seiner Idee der regionalen Großgemeinde Aist auf wenig Gegenliebe gestoßen ist, eine Verwaltungsgemeinschaft der RUF-Gemeinden Pregarten, Unterweitersdorf, Hagenberg und Wartberg.
Synergien und mehr Einfluss beim Land
„Was spricht gegen eine gemeinsame Lohnverrechnung? Und eine gemeinsame Raumordnung wäre sowieso im Sinne aller Gemeinden, dann könnten wir Schwerpunkte bei den Schulen, beim Wohnen, bei der Wirtschaft setzen!“ Neben zahlreichen Synergien sieht der Pregartner Bürgermeister durch größere Gemeindestrukturen auch den Einfuss beim Land OÖ wachsen. „Die Region wäre mit 12.000 Einwohnern ein Gegengewicht zum Zentralraum“ ist für Scheuwimmer das Thema noch lange nicht abgeschlossen.


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