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Update: Faustschlag-Affäre: Pregartens Stadtparteiobmann Prückl tritt zurück

Mag. Claudia Greindl, 21.01.2019 18:48

PREGARTEN. Ausgeforscht hat die Polizei jenen Fahrzeuglenker, der auf den „Stinkefinger“ eines Mofalenkers mit einem Faustschlag reagiert hatte. Es handelt sich dabei um den Pregartner FPÖ-Stadtparteiobmann Michael Prückl. Nun wurde bekannt, dass er mit sofortiger Wirkung alle Funktionen in Partei und in Gemeinde zurücklegt.

Der Pregartner FPÖ-Stadtparteiobmann steht im Verdacht, einem Mofafahrer einen Faustschlag versetzt zu haben. Symbolfoto: Monster Ztudio/Shutterstock.com

Der Bezirksparteiobmann der FPÖ Freistadt, LAbg. Peter Handlos gibt nach den heute geführten persönlichen Gesprächen mit der Mutter des Jugendlichen und mit dem Stadtparteiobmann der FPÖ Pregarten bekannt, „dass Michael Prückl im persönlichen Gespräch selbst angeboten hat, seine sämtlichen Funktionen in der Partei und auf der Gemeinde mit sofortiger Wirkung zurück zu legen.“ Zudem hat sich Prückl längst beim Jugendlichen für sein Fehlverhalten entschuldigt, was vom Jugendlichen und dessen Mutter akzeptiert wurde, berichtet Handlos vom heute früh geführten Gespräch mit der Mutter des Jugendlichen. Für den FPÖ-Bezirksparteiobmann ist mit dem Rücktritt des Pregartner Stadtparteiobmannes für die FPÖ keine weitere Vorgehensweise mehr nötig.

Verhalten des Stadtoarteiobmanns empörte

So liest es sich in der Polizeimeldung: „Jener vorerst unbekannte Fahrzeuglenker, der am 15. Jänner 2018 in Pregarten einem Mofalenker einen Faustschlag versetzte, konnte nun von den Polizeibeamten ausgeforscht werden. Bei dem Pkw-Lenker handelt es sich um einen 36-Jährigen aus dem Bezirk Freistadt. Er wird wegen Körperverletzung der Staatsanwaltschaft angezeigt.“ 

Der 15-jährige Mofalenker hatte hinter dem vor ihm fahrenden BMW zweimal abrupt abbremsen müssen und einen Aufprall nur knapp verhindern können. Er zeigte dem Lenker eine eindeutige Geste mit dem Mittelfinger. Daraufhin stellte der Lenker den Burschen zur Rede und versetzte ihm einen Faustschlag auf das linke Auge. Mit deutlichen Schwellungen um das Auge wurde der 15-Jährige im Krankenhaus versorgt. 

Bezirkparteichef LAbg. Handlos: „So etwas gehört sich nicht“

FPÖ-Bezirksobmann LAbg. Peter Handlos hat am Montag von den Vorwürfen gegen Michael Prückl erfahren und umgehend reagiert. „Ich halte nichts von Vorverurteilungen und finde es fair, mit beiden Seiten zu sprechen. Ich treffe mich bereits am Dienstag Früh mit der Mutter des jungen Mannes und zu Mittag mit Stadtparteiobmann Prückl. Wenn die Vorwürfe definitv zutreffen, so fehlt mit jegliches Verständnis dafür. So etwas gehört sich nicht, besonders für einen führenden Parteifunktionär ist so ein Verhalten nicht tragbar. Wenn Prückl geschickt ist, weiß er, was er zu tun hat, bevor das Parteipräsidium am Mittwoch zusammentritt und eine Entscheidung trifft. Wir schieben nichts auf die lange Bank.“

Parteiausschluss und Rücktritt gefordert

Für LAbg. Michael Lindner (SPÖ) ist ein sofortiger Parteiausschluss und Rücktritt des Pregartner FPÖ-Obmannes die logische Konsequenz.  Lindner: „So ein Verhalten ist untragbar!  Prückl muss als FPÖ-Vorsitzender in Pregarten abgesetzt werden, so ein Verhalten ist eines Verantwortungsträgers in der Politik untragbar! Es ist nicht die erste Entgleisung des Pregartner FPÖ-Chefs, die FPÖ muss jetzt rasch Konsequenzen ziehen.“

Auch die Sozialistische Jugend (SJ) fordert den Rücktritt. “Der jüngste Vorfall von Michael Prückl ist nur die Spitze des Eisberges. Prückl hätte schon längst zurücktreten müssen“, ist sich Thomas Pilgerstorfer, Bezirksvorsitzender der SJ sicher.

Mehrere Vorfälle bekannt

Prückl war in der Vergangenheit bereits durch mehrer Vorfälle im Zusammenhang mit Facebook und Internet-Chats aufgefallen. Seine Verantwortung hatte damals gelautet, sein Account wäre gehackt worden. 

Die Stellungahme von Michael Prückl  wird nachgereicht, sobald síe vorliegt.


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