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Hofer und die Gemeinde Purgstall führen weitere Gespräche zur Ausfahrt-Problematik

Leserartikel Sandra Tonner, 21.09.2018 08:37

PURGSTALL. Für viel Gesprächsstoff unter den Bürgern sorgt seit Wochen der Plan einer neuen Hofer-Zufahrt in Purgstall. Gemeinsam mit der Gemeinde wird jetzt nach einer Lösung gesucht.

Harald Riemer, VP-Bürgermeister Christoph Trampler, Amtsleiter-Stellvertreterin Annemarie Kastenberger Foto: Martina Haselgrübler

Die Hofer-Filiale in Purgstall plante vor einigen Wochen eine neue Ein- und Ausfahrt von der B25, der Erlauftalstraße. Die neue Zufahrt solle den Kunden von der Bundesstraße aus eine direkte Erreichbarkeit bieten. Der Gehsteig entlang der stark befahrenen B25 müsste dafür unterbrochen werden. Für die Gemeinde, sowie Anrainer und Schulen war es keine zufriedenstellende Lösung. Aufgrund dieser Pläne hatten die Bewohner der Pratersiedlung eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Sicherer Schulweg Purgstall“ gegründet. Grünen-Parteiobmann Christian Müller startete außerdem eine Unterschriftenaktion. In der letzten Gemeinderatssitzung hat Müller einen Vorschlag für einen verkehrssicheren Geh- und Radweg von Schauboden bis zum Ortszentrum inklusive der Unterschriftenliste mit 741 Namen an Bürgermeister Christoph Trampler (ÖVP) übergeben. Müller fordert außerdem eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf der Erlauftalstraße, die bereits zur Hauptverkehrsader geworden ist. „Wir fordern die Politik, Gemeinde, BH und Land, auf, sich für eine 50er Beschränkung vom Kindergarten Schauboden bis zum Einkaufszentrum Ötscherland einzusetzen“, so Christian Müller auf der Facebookseite der Bürgerinitiative „Sicherer Schulweg Purgstall“. Harald Riemer, Vorsitzender des Gemeinderats-Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Verkehr: „Die Gemeinde hat bereits mehrmals um das Tempolimit angesucht, wir sind aber immer wieder abgewiesen worden. Mit dem Argument, es handle sich um eine Landesstraße und keine Ortsdurchfahrt.“ „Die Gemeinde hat ihre Hausaufgaben erledigt. Bereits vor der Unterschriftenaktion. Die Gemeinde will eine Verbesserung für die Fußgänger, die entlang der B25 gehen und auch für die Überführung.“, berichtet VP-Bürgermeister Trampler. Inzwischen hat es schon konstruktive Gespräche mit der Hofer KG gegeben. Ihnen sei bewusst, dass die Unterbrechung des Gehsteiges entlang der stark befahrenen Erlauftalstraße eine Verschlechterung für die Fußgänger bedeutet.

Weitere Gespräche sind am laufen

Der Ortschef betonte in einer Pressekonferenz ausdrücklich, dass nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Hofer KG an einer gemeinsamen Lösung im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer interessiert sei: „Am 30. August wurde in den Gesprächen mit Hofer eine gute Basis für Verhandlungen geschaffen. Hofer besteht zwar weiterhin auf der Zufahrt, wird aber nichts gegen den Willen der Bevölkerung unternehmen.“ Seitens der Gemeinde gibt es auch Pläne etwa mit Abbiegespuren. Gemeinsam mit Verkehrssicherheiten werde man nach sicheren Varianten suchen. Das ganze wird aber noch einige Jahre andauern. Bürgermeister Trampler geht davon aus, dass im Zuge der Fertigstellung der Umfahrung Wieselburg auch die B25 in Purgstall saniert wird. Die Gemeinde will darum ansuchen, dass auch die Brücke über die Erlaufschlucht saniert und verbreitert wird. Eine Umfahrung für Purgstall sei derzeit, laut Bürgermeister Trampler, kein Thema.

„Hofer hat bereits zugesichert, dass sie sich an dem Projekt der Gemeinde beteiligen werden. Im Sinne der Bürger wird versucht positive Lösungen umzusetzen. Es wird in Zukunft noch viele Verhandlungen und Besprechungen geben. Die Bevölkerung wird bei allem mit eingebunden“, versichert VP-Bürgermeister Christoph Trampler. Am Montag, den 24. September, soll es erneut ein Gespräch zwischen Hofer und der Gemeinde Purgstall geben.


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