Kleines Plus bei Gemeindefinanzen in Raab
RAAB. Viele Jahre lang war Raab eine Abgangsgemeinde. In den Jahren 2015 und 2016 jedoch konnte die Marktgemeinde erstmals wieder einen ausgeglichenen, sogar leicht positiven Rechnungsabschluss erstellen. 2017 gelang im Rechnungsabschluss leider kein Ausgleich; es musste ein Fehlbetrag von etwa 100.000 Euro ausgewiesen werden. Für das Budget 2018, also die Vorschau-Rechnung 2018, schaut es wieder gut aus. Raab darf also damit rechnen, dass im Rechnungsabschluss 2018, trotz vieler Investitionen, kein Fehlbetrag zu Buche stehen wird.

Tips: Wofür hat die Gemeinde im letzten Jahr Geld aufgewendet?
Bürgermeister Josef Heinzl: Zweimal hat der Raaber Bach 2016 Hochwasser geführt. Somit waren eine Generalsanierung der Tennisanlage sowie Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig.
Tips: Wie weit fortgeschritten sind die Arbeiten?
Heinzl: Die Arbeiten an der Tennisanlage sind schon weit fortgeschritten. Einer von insgesamt drei Tennisplätzen ist bereits fertiggestellt. Im Frühjahr werden diese eingeweiht. Höhepunkt werden die Bezirksmeisterschaft und das Eröffnungsturnier sein.
Tips: Und auch die Raaber Kicker konnten sich über die Unterstützung der Gemeinde freuen.
Heinzl: Die Union Raab, Sektion Fußball hat ihr Clubgebäude saniert beziehungsweise einen Zubau errichtet. Unter der neuen Tribünenüberdachung finden 300 Zuschauer Platz. An der Sanierung des Sportzentrums war die Gemeinde mit mehr als 100.000 Euro beteiligt. Mit einem großen Eröffnungsfest werden die Fußballer ihr neues Clubheim von 29. Juni bis 1. Juli einweihen.
Tips: Die Sicherheit der Raaber Kinder steht ganz oben auf der Liste. Könnten Sie von dem geplanten Projekt im Bereich des Schulzentrums erzählen?
Heinzl: Die Verkehrssituation beim Schulzentrum ist äußerst unbefriedigend. Hier herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen durch Schulbusse und durch die Pkws von Eltern und Lehrern. Oft entstehen chaotische und gefährliche Situationen. Zur Entflechtung von fließendem und ruhendem Pkw- und Busverkehr sowie Fußgängerverkehr sollen eine Ein- und Ausstiegsstelle für Schulbusse auf einem bestehenden Grünstreifen entlang der Volksschule errichtet sowie sonstige verkehrsberuhigende Maßnahmen durchgeführt werden.
Tips: Auch der Friedhof wird schon bald in neuem Glanz erstrahlen.
Heinzl: Seit 2009 ist die Gemeinde Eigentümer und Erhalter des Raaber Friedhofes. Wir wollen die Aufbahrungshalle sanieren, eine behindertengerechte WC-Anlage inklusive Isolierung einbauen sowie Fenster und Türen austauschen. Außerdem werden Fassade und Vorplatz saniert.
Tips: Auch im Bereich der Wasserversorgung baut Raab auf die Zukunft.
Heinzl: Das Wasser für die Wasserversorgungsanlage kommt derzeit nur aus einem Brunnen. Um in Zukunft über ein zweites Standbein betreffend Wasserversorgung zu verfügen, ist beabsichtigt, einen zweiten Brunnen in größerer Entfernung zum bestehenden zu errichten beziehungsweise – als zweite Variante – einen bestehenden, derzeit in Privatbesitz befindlichen zu erschließen. Beide Möglichkeiten werden derzeit untersucht.
Tips: Das Raaber Straßennetz kann sich sehen lassen.
Heinzl: Wir sind stolz darauf, dass unser Straßennetz so gut dasteht. Der Güterweg Rothmayrberg wurde in Zusammenarbeit des Wegeerhaltungsverbandes Innviertel und unseres Bauhofes vom Roten Kreuz bis zur Gemeindegrenze Enzenkirchen auf 900 Metern saniert. In Hirschdobl wurden 400 Meter Straßenbelag erneuert. Auch der Güterweg Patrichsham wurde saniert. Am Friedhof wurden beide Parkplätze asphaltiert.


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