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RAAB. Rund 14.000 Quadratmeter beträgt die Fläche des Schwarzerlenbruchwaldes in Raab/Riedlhof, an dem sowohl der Naturschutzbund Oberösterreich als auch ein privater Käufer interessiert sind. Wer den Zuschlag für das Waldgrundstück, das sich derzeit noch im Besitz der Gemeinde befindet, erhalten soll, darüber sind sich die Raaber Gemeinderäte nicht einig.

Das verwilderte Grundstück ist ein interessantes Biotop für Vögel und Amphibien.
Das verwilderte Grundstück ist ein interessantes Biotop für Vögel und Amphibien.

„Wir sind eine Abgangsgemeinde und daher wird aus der Sicht des Landes Oberösterreich dringend zu einer baldigen Veräußerung des für die Gemeinde nicht wirtschaftlichen Grundstückes geraten“, sagt Bürgermeister Josef Heinzl, „es handelt sich dabei um ein schwer veräußerbares Sumpfgebiet.“ 13.600 Euro – damit weit über dem Schätzwert von 4000 Euro – hat ein privater Käufer, ein Raaber Land- und Forstwirt, geboten. Der Naturschutzbund, der den Naturraum erhalten will, hat sein Anfangsgebot von 6300 Euro erhöht, um das Höchstangebot zu stellen. Mithilfe von Spenden aus der Bevölkerung – diese hat mehr als 3700 Euro aufgebracht – konnte dieser das Angebot des privaten Käufers um 100 Euro überbieten. Die für den Kauf erforderliche Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat kam dennoch nicht zustande, für keine der beiden Parteien. „Wir sind traurig über die Entscheidung“, sagt Hans-Albert Riedmann von den Grünen Raab, „wir wollen den Altbaumbestand erhalten und den Wald für Bildungszwecke für Schüler nutzen.“ Dieser weist auch darauf hin, dass das Feuchtgebiet ein interessantes Biotop für Amphibien und Insekten ist, ein Nistplatz für seltene Waldvögel. Biologen bestätigen den ökologischen Wert des Grundstücks. Auch eine seltene Fledermausart habe man dort entdeckt.Heinzl ist sich nicht sicher, ob es dieser Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung Anfang September schaffen wird.


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