Ökologische Gartenkultur in Neuriegers präsentiert
NEURIEGERS. Die Gärten Niederösterreichs öffneten am Pfingstwochenende ihre Gartentore. Auch die Familie Pascher aus Neuriegers luden Interessierte zum Träumen, Staunen und Genießen in ihren Garten ein. „Die Familie Pascher zeigt mit der Mischung von Altem und Gebrauchtem im Einklang mit der Natur ein tolles Abbild von der Schönheit und Vielfalt der ökologischen Gartenkultur in Niederösterreich“, so Landesrat Karl Wilfing (ÖVP) bei einem persönlichen Besuch.

Vom Samstag bis Montag öffneten Privatgärten in ganz Niederösterreich ihre Pforten für Garteninteressierte. Ob in Stifts-, Schloss- oder Erlebnisgärten – Gartenfans hatten die Möglichkeit bei Führungen, beim Pflanzentausch, bei Workshops, bei Spezialführungen zu besonderen Themen oder die kulinarischen Highlights zu erleben.
„Alle 131 Schaugärten in Niederösterreich werden ökologisch nach den ,Natur im Garten“ Kriterien ohne Pestizide, chemisch-synthetische Düngemittel und Torf gepflegt. Wie die Familie Pascher zeigen die Gärtnerinnen und Gärtner somit nicht nur die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten auf, sondern beweisen, dass das ökologische Garteln einen Mehrwert für den Menschen und die Natur bringt“, so Landesrat Karl Wilfing.
Naturnahes Gärtnern
Unweit der tschechischen Grenze hat Familie Pascher vor über zwanzig Jahren ein Haus errichtet und begonnen, den mit Brennnesseln und alten Obstbäumen bewachsenen Garten naturnah zu gestalten. Als bei „Natur im Garten“ mit den ersten Wettbewerben begonnen wurde, war sich Erika Pascher sicher, dass sie alle Kriterien längst erfüllte und gewann auf Anhieb den Bezirkswettbewerb. In einem für das Waldviertel typischen Innenhof befindet sich dieser Schaugarten. Vom blühenden Kräuterbeet bis zum „wilden Eck“ gibt es eine große Vielfalt auf kleinem Raum. Hier blüht immer etwas: Im Sommer leuchten Phlox und Sonnenhut und der Lavendel duftet. Naschobst wie Ribiseln, Stachel-, Himbeeren und Brombeeren sorgen für die süße Nascherei zwischendurch.
„Mein Garten ist ganz anders“, ist sich Erika Pascher sicher. „Ich sammle altes Emailgeschirr und Großmutters Kuchenformen, die wir überall im Garten dekorativ aufstellen und teilweise auch bepflanzen.“ Und sie fügt verschmitzt hinzu: „Bei uns wachsen Häferlbäume“. Viele der alten Häferln werden mit Stroh gefüllt auf verzweigte Stecken aufgehängt – ein Nützlingsparadies in Stockwerken, ein Nützlings-Hochhaus, könnte man auch sagen.
Das ökologische Garteln hat dank der 131 Schaugärten, die nach den „Natur im Garten“ Kriterien gepflegt werden, einen hohen Stellenwert in Niederösterreich erlangt. Aber auch der Gartentourismus blüht seit Jahren auf. Über drei Millionen Besucher suchen jährlich Erholung in Niederösterreichs Schaugärten. Damit ist Niederösterreich im Gartentourismus die Nummer eins in Österreich


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