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RAINBACH. Tagesgespräch in der Gemeinde ist derzeit die mögliche Ansiedlung eines großen holzverarbeitenden Betriebes beim Bahnhof Summerau. Bei der Gemeindepolitik und der Firmenspitze der Tragweiner Herbert Handlos Ges.m.b.H.gibt man sich bedeckt: Interesse sei vorhanden, fix allerdings sei noch gar nichts.

Auch am Hauptstandort Tragwein will Handlos weiter wachsen. Foto: Handlos
Auch am Hauptstandort Tragwein will Handlos weiter wachsen. Foto: Handlos

Laut Geschäftsführer Herbert Handlos gibt es zwar Überlegungen, in Summerau einen Betrieb zur Holz-Weiterverarbeitung zu errichten. „Außer Optionsverträgen mit den Grundeigentümern ist aber noch gar nichts vorhanden“, so der Tragweiner. „Auch mit den ÖBB haben wir noch keine intensiven Gespräche geführt.“ Bürgermeister Fritz Stockinger würde das Unternehmen in seiner Gemeinde gerne willkommen heißen.

„Holz ist ein gutes Thema“

 Die Fläche beim Bahnhof Summerau ist zehn bis zwölf Hekar groß und in das INKOBA-Programm (interkommunale Betriebsansiedelung) aufgenommen. Derzeit handelt es sich noch um Grünland bzw. ein kleiner Teil davon ist als Betriebsbaugebiet gewidmet. „Die Fläche ist extra reserviert für Firmen, die einen Bahnanschluss benötigen. Holz ist für uns ein gutes Thema, und wenn wir dem Bahnhof Summerau wieder mehr Bedeutung geben können und Arbeitsplätze zum Bahnanschluss bringen, wäre das auch von Vorteil“, sagt das Gemeindeoberhaupt.

Bedenken wegen Verkehr, Lärm, Staub

Viele Rainbacher stehen neuen Arbeitsplätzen grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings tauchen im Tagesgespräch auch Sorgen und Bedenken auf, was zusätzlichen Lkw-Verkehr, Lärm- und Staubbelastung durch das geplante neue Unternehmen betrifft.Auch wenn man sich bei Handlos keine Details, zum Beispiel über die mögliche Firmengröße oder die Zahl der Arbeitsplätze, entlocken lässt, verrät Herbert Handlos doch soviel: „Im besten Fall können wir das Vorhaben frühestens im Herbst 2019 oder im Frühling 2020 realisieren.“

„Wir wollen wachsen“

Die Firmenstandorte in Tragwein und Pregarten mit derzeit rund 85 Mitarbeitern bleiben natürlich bestehen. „Fakt ist, wir wollen wachsen, nicht umsonst bauen wir auch in Tragwein schon wieder dazu.“

Option Südböhmen

Keinen Zweifel lässt der Geschäftsführer daran, welche Option es gäbe, sollte das Projekt am Bahnhof Summerau nicht zustande kommen. „Die Alternative lautet Südböhmen, aber wir möchten nicht dorthin gehen, wir sind ein traditioneller Mühlviertler Betrieb. Finanziell wäre es allerdings sicher günstiger drüben.“


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