24-Jähriger auf Bewährung finanzierte sich Wohnung mit Drogenverkauf
RIED/GRIESKIRCHEN. Einem 24-Jährigen aus dem Bezirk Ried wurde nach monatelangen Ermittlungen ein lebhafter Handel mit Kokain und Cannabis nachgewiesen. Der einschlägig Vorbestrafte agierte dabei so gewinnbringend, dass er mit den Erlösen offenbar zumindest teilweise eine Wohnung in Wels finanzierte.
Der Erfolg ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit: Die Suchtgiftermittler des Bezirkspolizeikommandos Ried arbeiteten Hand in Hand mit den Kollegen aus den Bezirken Schärding und Grieskirchen-Eferding. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Ried gelang es so, die Strukturen des gesamten Drogenrings offenzulegen.
Zugriff am 9. April
Bereits im April klickten die Handschellen. Bei einer Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des 24-Jährigen im Bezirk Ried sowie in einer Wohnung in Wels stießen die Beamten auf belastendes Material:
- Drogen: Verkaufsfertig abgepacktes Kokain und Cannabiskraut.
- Bargeld: Mutmaßliches Erlösgeld aus den Deals.
- Skurriles & Illegales: Neben den Drogen wurden gestohlene Verkehrstafeln sowie verbotene Symbole nach dem Verbotsgesetz sichergestellt.
Massive Mengen im Umlauf
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, von Anfang 2023 bis zu seiner Festnahme rund 1,2 bis 1,4 Kilogramm Kokain erworben zu haben. Durch das Beimengen von Streckmitteln soll er die Menge auf etwa 2,1 Kilogramm Kokain gestreckt und gewinnbringend weiterverkauft haben. Zudem wird ihm der Handel mit rund 4,4 Kilogramm Cannabis zur Last gelegt.
Besonders brisant: Der junge Mann beging die Taten teilweise während einer noch laufenden Bewährungsstrafe.
Hintermann und Abnehmer ausgeforscht
Im Zuge der Ermittlungen konnten nicht nur 15 Abnehmer einvernommen, sondern auch der mutmaßliche Hintermann gefasst werden. Dabei handelt es sich um einen 23-jährigen türkischen Staatsangehörigen aus dem Bezirk Grieskirchen, der als Hauptlieferant des Kokains gilt.
Die Konsequenzen: Der 24-jährige Hauptbeschuldigte wurde in die Justizanstalt Ried eingeliefert. Sein 23-jähriger Lieferant wurde in die Justizanstalt Wels überstellt.
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