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RIEDAU. Der Großbetrieb Leitz sorgt für ein gutes Betriebsklima für Menschen mit und ohne Handicap. 

Christian Gumpinger (Personalchef), Zana Simitciu (Kundin), Roswita Paireder (Mitarbeiterin Firma Leitz) und Sabine Ecker (Integrationsbegleiterin) (v. l.) (Foto: Caritas)

Seit Zana Simitciu aus Zell an der Pram vor drei Jahren bei der Caritas St. Pius in Steegen/Peuerbach in der Integrativen Beschäftigung zu arbeiten begonnen hat, verfolgte sie einen Traum: Eine Anstellung in einem Betrieb am ersten Arbeitsmarkt. „Arbeiten in einem normalen betrieblichen Umfeld um Geld zu verdienen, wie andere Menschen auch, war damals mein größter Wunsch“, sagt Zana Simitciu. Dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen sollte, konnte sie damals noch nicht wissen. In St. Pius lernte Zana Simitciu in den ersten Jahren mit Unterstützung der Caritas-MitarbeiterInnen verschiedene Arbeitsfelder in unterschiedlichen Betrieben kennen. Auch ihre Eltern unterstützten ihren Wunsch zu arbeiten und ihr Vater organisierte einen Termin bei der Werkzeugbau-Firma Leitz in Riedau, in der er selbst ein langjähriger Mitarbeiter ist. Bereits beim ersten Treffen mit Personalchef Christian Gumpinger wurde Zana Simitciu für ein paar Monate ein Praktikum ermöglicht. In dieser Zeit konnte Zana Simitciu in den Arbeitsprozess gut integriert werden. Es wurden ausreichend Tätigkeiten gefunden, in der die junge Frau in den betrieblichen Abläufen mitwirken kann, sodass einer Arbeit in der Firma nichts mehr im Wege stand. Dazu ging die Firma Leitz eine Kooperationsvereinbarung mit der Caritas für Menschen mit Behinderungen ein. Dadurch kann Zana Simitciu so wie die anderen MitarbeiterInnen im Betrieb beschäftigt werden. Eine Caritas-Mitarbeiterin unterstützt sie bei Bedarf und steht auch der Firma als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Integrative Beschäftigung

Durch die Integrative Beschäftigung kann Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht werden, auch außerhalb der Caritas-Werkstatt tätig zu sein. Für diese Form der Beschäftigung wird kein Arbeitsverhältnis benötigt, sondern es wird von der Firma, Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen eine Kooperationspartnerschaft mit der Caritas gemacht. Die Caritas gewährleistet die Leistungserbringung und betreut die integrativ Beschäftigten. Die Abgeltung der Leistung kann über einen Pauschalbetrag, einen Stundensatz oder pro Stück erfolgen.

Statements:

„Ein besonders gutes und familiäres Betriebsklima ist ein Markenzeichen unseres Großbetriebes. Bei uns wird nicht nur darüber gesprochen, sondern auch gelebet“, so Christian Gumpinger, Personalchef Leitz,

„Die Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in Form von Unternehmenskooperationen setzt Signale und kommuniziert die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens. Sie verschafft Einblicke in andere Welten, verändert den Blick auf den eigenen Betrieb und beinhaltet Innovationspotentiale. Eine WIN-WIN-WIN-Situation für Betriebe, die Caritas und Menschen“, meint Barbara Freydorfer, Abteilungsleiterin Caritas.


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