RÖSCHITZ. Zu traditionsreichem Spielgut bringt Emmerich Grath vom Röschitzer Raritätnmuseum die Kinder der Ortschaft. Das Kampfspiel „Knebeln“ ist für zwei bis vier ältere Kinder geeignet und wird auf weichem Wiesenboden gespielt.

Die Länge der Knebel sind etwa 50 bis 60 Zentimeter, wobei der Griff geglättet ist. Die Reihenfolge wird ausgezählt. Der Erste lässt seinen Knebel mit aller Kraft in den Boden sausen. Der Folgende versucht nun seinen Knebel so zu platzieren, dass gleichzeitig der des Vorgängers herausgeprellt wird und der eigene stecken bleibt. Gelingt dies nicht, wird der Knebel übers Kreuz mit dem Ersten geschleudert. Das geht so weiter bis ein Spieler einen Stock herausschleudert. Dabei üben sich die Kinder in Geschicklichkeit, Taktig und Kraft. Das Spiel wurde meistens im Frühjahr um die Osterzeit gespielt, ist heute aber längst in Vergessenheit geraten. Neugierig geworden? Im Raritätenmuseum werden etliche Schätze wohlgehütet: http://www.röschitzermuseum.at


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