Kulturgut Wirtshaus im Überlebenskampf
REGION STEYR. Zum Ärger vieler Gastronomen bleiben die Lokale am Muttertag (Sonntag, 10. Mai) noch geschlossen. Für die Wiedereröffnung mit 15. Mai bereiten sich die Wirte intensiv vor, gilt es doch einige Regeln einzuhalten.

„Die Stimmung ist jetzt grundsätzlich positiv. Wir sind alle froh, dass wir wieder starten dürfen“, sagt Bezirkswirtesprecher Reinhard Guttner, der mit seiner Frau Silke in Rohr die „Schupfn“ betreibt. Dass die Lage bei vielen Wirten existenzbedrohend ist, sei kein Geheimnis. „Es wird leider einige Betriebe erwischen“, sagt Guttner. Speziell in der Nachtgastronomie stehen Unternehmer enorm unter Druck und wissen immer noch nicht, wann sie wieder aufsperren dürfen.
Weniger Umsatz
Klar ist, dass die Umsätze in der Gastronomie nach dem Neustart nicht jene vor der Krise erreichen werden. Zum einen werden Leute Restaurants noch meiden, zum anderen stehen durch die Abstandsregeln deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung. In der „Schupfn“ in Rohr werden im Innenbereich nur noch 40 statt bisher 70 Personen Platz haben. „Die Gesundheit aller geht natürlich vor“, betont Guttner. Er und seine Kollegen müssen eine Reihe von Auflagen erfüllen. So ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Service-Personal Pflicht. Im Restaurant dürfen nur gegen Reservierung vier Erwachsene plus Kinder an einem Tisch Platz nehmen, außerdem ist die Sperrstunde einheitlich um 23 Uhr.
Abholservice läuft
Mit Liefer- und Abholservice können viele Wirtsleute derzeit zumindest einen Teil ihrer Fixkosten decken. „Der Abholservice läuft vor allem am Wochenende gut. Das werden wir in unserem Betrieb auch nach dem 15. Mai beibehalten“, erklärt Guttner. In Steyr wird seit drei Wochen die gesamte Belegschaft von Riegler Metallbau mit Mittagsmenüs von regionalen Gastronomiebetrieben beliefert. „Zusammenhalt und Solidarität ist jetzt sehr wichtig“, sagt Geschäftsführer Eduard Riegler.


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