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Leserartikel Christian Hartl, 14.03.2017 17:35

BEZIRK ROHRBACH. Mit 1149 Anzeigen ist die Zahl der Delikte um 11,5 Prozent gesunken, dafür stieg die Aufklärungsquote von 64,1 auf 65,5 Prozent. Damit liegt Rohrbach im Bezirksvergleich an erster Stelle.

Erfreuliche Zahlen hat das Bezirkspolizeikommando Rohrbach zu vermelden. © vowe
Erfreuliche Zahlen hat das Bezirkspolizeikommando Rohrbach zu vermelden. © vowe

Dass Daten und Fakten die Lage ganz anders darstellen als einem das subjektive Sicherheitsgefühl vormacht, zeigen die aktuellen Zahlen der Kriminalstatistik: 1149 Anzeigen wurden im Vorjahr erstattet, das sind um 11,5 Prozent weniger als 2015, dafür stieg die Aufklärungsquote der Polizei im Bezirk auf rekordverdächtige 65,5 Prozent. „Damit liegen wir vor Schärding an erster Stelle“, sagt Chefinspektor Günther Hollin vom Bezirkspolizeikommando Rohrbach. Mit neun Einbrüchen und KFZ-Diebstählen ist man im 57.131-Einwohner-Bezirk auf einem niedrigem Niveau. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging um 35,7 Prozent zurück. „Das dürfte auf die verstärkten Grenzkonrollen in den Nachbarländern zurück zu führen zu sein“, meint Hollin.

Cyber-Kriminalität stieg an

Angestiegen hingegen ist die Cyber-Kriminalität, wie Internet-Betrug, von 39 auf 74 Delikte. Hier betrug die Aufklärungsquote 62,2 Prozent. Zum Vergleich: 2015 konnten im Bezirk 41 Prozent der Cyber-Delikte aufgeklärt werden. Etwa am gleichen Stand blieb die Zahl der Gewaltdelike: 317 Fälle wurden registriert, die Aufklärungsquote liegt hier bei 93,4 Prozent. Besonders herausfordernd war die Flüchtlingskrise. Der oder die Täter, welche den Brand in der Asylwerberunterkunft in Altenfelden gelegt hatten, konnten noch nicht ermittelt werden.

Internationale Erfolge

Vier Kriminalbeamte aus dem Bezirk waren Teil einer gemeinsamen internationalen Ermittlergruppe, die große Erfolge in der Crystal Meth-Drogenbekämpfung feiern konnte. Operiert hat man unter dem Codenamen „Mama Tata“. Die Ermittlungen wurden auf Slowenien, Bosnien und die Niederlande ausgedehnt. Die dabei sichergestellte Drogenmenge war höher als die durchschnittliche Jahresmenge, die in Deutschland sichergestellt wird.

Kriminaldienst-Einheit

Gebündelt wurde auch die Schlagkraft der Grenzpolizei in Leopoldschlag. Permanente Fahndungsstreifen werden auch den Bezirk besuchen. Zudem wurde eine eigene Kriminal­dienst­einheit geschaffen. Dabei werden Spezialisten in Zusdammenarbeit mit den örtlichen Polizeiinspektionen zusammenarbeiten. Schwerpunkt liegt auf Drogen, wie Crystal Meth.

Bevölkerung hat mehr Waffen

313 Waffenbesitzkarten gab es mit Ende 2016 im Bezirk Rohrbach – damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (164) um annähernd das Doppelte angestiegen. Obwohl das subjektive Sicherheitsgefühl bundesweit sinkt, wollen Experten nicht von „Aufrüstung“ sprechen.


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