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SP stellt wieder drei Bürgermeister, VP verliert, FP holt 46 Mandate

Leserartikel Christian Hartl, 28.09.2015 15:21

BEZIRK ROHRBACH. Nach 2009 stellt die SP wieder drei Bürgermeister im Bezirk Rohrbach. Neben Haslach und Julbach ist nun auch in Nebelberg ein „roter“ Bürgermeister am Ruder. Viele Mandate in der Kommunalpolitik holte die FP.

  1 / 3   Spontane Wahlparty in Nebelberg: Mit nur sechs Stunden Vorsprung wurde Markus Steininger zum neuen Bürgermeister gewählt. © fell

Sechs Stimmen gaben den Ausschlag für den Sieg von SP-Kandidat Markus Steininger in Nebelberg. Dieser setzte sich mit  50,61 Prozent der Wählerstimmen bei den Bürgermeisterwahlen gegen Amtsinhaber Otto Pfeil (VP) knapp durch. Um für die 633-Einwohnergemeinde künftig voll da zu sein, will der Betriebsingenieur in der Voest seine Stunden reduzieren. „Nebelberg steht nicht schlecht da, Bürgermeister Otto Pfeil hat gute Arbeit geleistet, aberes war Zeit für eine Veränderung“, sagt Steininger, der mit seinem jungen Team ein 20-Punkte-Reformprogramm erarbeitet hat. Die Freude über den Wahlsieg überwiegt auch im SP-Bezirksbüro.

Freude und LeidDurchwachsen ist die Stimmung im VP-Bezirksbüro. Obwohl sich die Verluste für die Partei auf Gemeinderatsebene in Grenzen halten beziehungsweise manche Ortsgruppen ein Plus machten, liegt das Ergebnis der Landtagswahlen im Magen. „Es wurden Ängste geschürt aber keine Lösungen aufgezeigt“, kommentierte Georg Ecker, der stellvertretende Bezirksparteiobmann die starken Zugewinne der FP. „Landesthemen wie der Westring hatten bei dieser Wahl keine Chance“, zieht er Resümee. Freude hingegen herrscht bei FP-Bezirksobfrau Ulrike Wall. Mit einem Plus von 7,2 Prozent hat die FP nunmehr 87 der insgesamt 706 Mandate in den 40 Gemeindestuben. Vor den Wahlen waren es 41 Mandate.

Grün gewinntMit insgesamt acht Mandaten sind die Grünen in drei Gemeinderäten im Bezirk vertreten. In Aigen-Schlägl schafften sie auf Anhieb drei Mandate. Mehr erwartet hätte sich Ulrike Schwarz in Rohrbach-Berg, wo sie drei  Mandate im Gemeinderat holten.

Wahlsplitter

Höchste Wahlbeteiligung Mit 97,5 Prozent kann die Gemeinde Nebelberg die landesweit höchste Wahlbeteiligung vorweisen.

VP-HochburgMit 58,31 Prozent bei den Landtagswahlen hat in Oberkappel die VP ihre fünfthöchste Zustimmungsrate. Die landesweit viertmeisten VP-Wähler bei den Gemeinderatswahlen gibt es in Arnreit. Dort gaben 85,46 Prozent der Partei um Bgm. Heinz Kobler ihre Stimme.

 FP-HochburgGanze 40,57 Prozent der Wähler schenkten der FP bei den Landtagswahlen in Klaffer ihr Vertrauen. Die wenigsten FP-Wähler (19,21 Prozent) gab es in St. Peter.

 SP-DominanzDas landesweit neuntbeste Ergebnis bei den Gemeinderatswahlen (54,56 Prozent) konnte die SP in Haslach einfahren. Die wenigsten Stimmen gab es in Hörbich – hier flog man aus dem Gemeinderat.

Grüne im HochHofkirchen im Mühlkreis heißt die neue Grün-Hochburg im Bezirk: 13,18 Prozent der Stimmen holten Franz Kaiser und sein Team bei den Gemeinderatswahlen. Er selbst hatte 24,14 Prozent der Hofkirchner bei der Bürgermeisterwahl hinter sich.

NEOS gegen den TrendObwohl die NEOS nicht in den Landtag kamen, schafften sie es in den Gemeinderat von Hofkirchen. Dort holten die Pinken auch die meisten Stimmen bei den Landtagswahlen, die wenigsten gab es in Klaffer.

Kommunisten leben nochIn Altenfelden, Helfenberg, Afiesl, Neufelden und Putzleinsdorf konnte die KPÖ mehr als ein Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Leer ausgegangen sind sie in Arnreit, Peilstein und Lichtenau.


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