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BEZIRK ROHRBACH. Ein Rohrbacher Kellner arbeitete etwa ein halbes Jahr für ein Linzer Lokal. Nachdem er gekündigt hatte, wandte er sich an die Arbeiterkammer in Rohrbach, die ihm zu seinem verdienten Geld verhalf.

Ein Rohrbacher Kellner hatte Probleme mit unbezahlten Überstunden – die AK half. Foto: Africa Studio/Shutterstock.com

Weil er wesentlich mehr Überstunden geleistet hat, als mit der Überstundenpauschale abgedeckt wurde, holte sich der Kellner Hilfe bei der Arbeiterkammer. Diese forderte das Unternehmen auf, die Arbeitsaufzeichnungen des ehemaligen Mitarbeiters zu übermitteln. Diese wurden anstandslos zur Verfügung gestellt, allerdings in manipulierter Form.

Pech für den Arbeitgeber: der Rohrbacher hatte mehrmals mit seinem Handy die elektronische Zeiterfassung seiner Arbeitszeiten fotografiert. Die AK konnte somit nicht nur die Überstunden nachweisen, sondern gleichzeitig Manipulationen an den Digitalen Arbeitszeitaufzeichnungen. Der Dienstgeber bot unverzüglich einen Vergleich an: der Kellner bekam 99 von 135 offenen Überstunden bezahlt.

Kein Einzelfall

Der Leiter der AK-Bezirksstelle Rohrbach, Manfred Riepl, erklärt, dass unbezahlte Überstunden sehr häufig vorkommen. In der AK Rohrbach wurde in den letzen Monaten ein Beratungsplus von 7,1 Prozent festgestellt, vielfach wegen der Unsicherheit über die geplante 60-Stunden-Woche. Insgesamt erstritt die AK Rohrbach im ersten Halbjahr 2018 einen Betrag von mehr als 190.000 Euro für die Arbeitnehmer des Bezirkes.

Vor allem bei All-in-Verträgen sei es schwierig nachzuweisen, dass zu wenig Geld für die geleistete Arbeitszeit ausbezahlt wurde. Wichtig ist für jede Art des Arbeitsvertrags: Arbeitszeiten mitschreiben. Die App „AK-Zeitspeicher“ kann das Mitschreiben der Arbeitszeiten erleichtern und ist kostenlos im PlayStore oder AppStore verfügbar.


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