Favoriten fürchten bei der Eisstock Staatsmeisterschaft die „Scharrer-Power“
NEUSTIFT/SALZBURG. Wenn am kommenden Wochenende (14.–15. Februar) in der Eisarena Salzburg die Dauben fliegen, ist das Mühlviertel mittendrin statt nur dabei. Der Aufsteiger SU Neustift gilt bei der 84. Staatsmeisterschaft im Mannschaftsspiel der Herren als das große „Überraschungspaket“.
Der Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse war für die SU Neustift ein Meilenstein. In der Szene ist das Team längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, was vor allem an einem Namen hängt: Scharrer. Unter dem Schlagwort „Scharrer-Power“ mischt die Familie rund um Mastermind Erich Scharrer und seine Söhne Andreas und Martin die Stocksport-Welt auf.
Vom Weltmeistertitel nach Salzburg
Besonders im Blickpunkt steht Andreas Scharrer, der erst kürzlich WM-Gold mit dem U23-Team feierte und auch im Einzel-Zielwettbewerb regelmäßig auf dem Podest steht. Gemeinsam mit Vater Erich, Bruder Martin sowie Markus Öppinger und Ewald Ratzenböck bilden sie eine Einheit, die für ihre spielerische Klasse und Nervenstärke bekannt ist.
Außenseiter mit Favoritenschreck-Potenzial
Obwohl Neustift als Aufsteiger primär den Klassenerhalt im Blick haben müsste, traut die Konkurrenz den Mühlviertlern weitaus mehr zu. Selbst Patrick Solböck vom Titelverteidiger Union Ladler Wang hat die Neustifter ganz oben auf seiner Liste: „Der Favoritenkreis ist groß, ich habe vor allem den Aufsteiger SU Neustift ganz vorne auf meiner Liste“.
Auch Mario Braunstein vom steirischen Top-Team Weiz Nord warnt: „Vor allem den Aufsteigern traue ich sehr viel zu“.
Der Modus in der Eisarena
Für Neustift wird es bereits am Samstag ab 7.30 Uhr ernst. In der Gruppe BLAU treffen sie auf namhafte Gegner wie den GSC Liebenfels (Vize-Staatsmeister 2025) und den Rekordmeister Voitsberg.
Die besten vier Teams der Gruppe qualifizieren sich für das Meister-Play-off am Sonntag. Die restlichen Mannschaften müssen ins Abstiegs-Play-off um den Klassenerhalt kämpfen.
Ob die Neustifter „Scharrer-Power“ reicht, um die arrivierten Kräfte aus Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark zu ärgern, wird sich am Sonntag zeigen. Die Halbfinalspiele starten gegen 11 Uhr. Eines ist sicher: Das „total regionale“ Daumendrücken aus dem Bezirk Rohrbach ist den Jungs gewiss.
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