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KOLLERSCHLAG. Ausgehend vom Marktplatz führt der „Stoanaweg“ zu bizarren, mythen-berankten Granitgebilden.

Symbolfoto: mRGB/stock.adobe.com
Symbolfoto: mRGB/stock.adobe.com

Der Weg startet direkt am Marktplatz im Herzen von Kollerschlag. Von dort aus geht es auf der Straße Richtung Sarleinsbach vorbei an der Fleischhauerei Lauss – gach noch eine Jause kaufen, sicher ist sicher. Der Straße nach Sarleinsbach folgen, dann noch im Ortsgebiet links in den Leitenweg biegen. Vorbei an den Leitenhäuseln, dann mündet die Straße in einen Wiesenweg, der steil bergauf zum „Gott sei Dank-Platzl“ führt.

Beim Lesen schmunzelt man noch über den Namen, beim Wandern ist das ein guter erster Rastplatz, um kurz zu verschnaufen und den Blick über Kollerschlag zu genießen.

Weiter gehts durch den Wald nach Lengau; keine Sorge, der Weg ist markiert, wenn man mal unterwegs ist, kann man sich fast nicht mehr verirren. Spätestens nach rund dreieinhalb Kilometern wird einem klar, warum der Weg „Stoanaweg“ heißt. Dann steht man nämlich vor dem sogenannten Pfaffenhaus. Dieser 20 Meter hohe Felskoloss ist von hinten her begehbar und bildet eine große Naturhöhle.

Riesiger Steinkoloss mit interessanter Geschichte

Das Pfaffenhaus bot Geistlichen etwa um 1427 Zuflucht vor den Hussiten. Diese stießen aus Böhmen kommend ins Mühlviertel vor und richteten zum Beispiel auch im Stift Schlägl oder in Haslach und Rohrbach schwere Zerstörungen an. Der Weg führt dann an weiteren Steinformationen vorbei, unter anderem am Teufelssitz: Dort soll der Teufel gesessen sein und hat die Kollerschläger beim Kirchgang erschreckt. Von dieser Sage leitet sich auch der Name des nahegelegenen Dorfes Schröck ab. Immer weiter entlang der Wegmarkierung führt der Stoanaweg nach etwa 13 Kilometern wieder zum Ausgangspunkt am Marktplatz – Gehzeit rund viereinhalb Stunden.


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