Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Damen aus St. Peter kämpfen um Stocksport-Staatsmeistertitel, Zukunft der Liga offen

Online Redaktion, 28.01.2026 11:41

ST. PETER/ SALZBURG. Am Wochenende richtet sich der Blick der Stocksport-Szene nach Salzburg. In der Eishalle kämpfen 16 Mannschaften aus fünf Bundesländern um den österreichischen Staatsmeistertitel im Mannschaftsspiel der Damen. Sportlich steht ein hochklassiges Turnier bevor – strukturell wirft die Zukunft der Staatsliga jedoch zentrale Fragen auf.

St. Peters Simona Weinhäupl bei der Staatsmeisterschaft im letzten Jahr (Foto: Herbert Pendl)
St. Peters Simona Weinhäupl bei der Staatsmeisterschaft im letzten Jahr (Foto: Herbert Pendl)

Titelverteidiger ist der ESV Neustift-Innermanzing aus Niederösterreich, zweifacher Staatsmeister der Jahre 2024 und 2025. Die Niederösterreicherinnen gelten nach dem 8:3-Finalsieg im Vorjahr gegen den ESV Union Vornholz und der Silbermedaille beim Europacup erneut als das Team, das es zu schlagen gilt.

St. Peter mit klarer Zielsetzung

Mit besonderer Spannung wird im Bezirk Rohrbach der Auftritt der SU Stocksport St. Peter verfolgt. Nach Platz fünf bei der letzten Staatsmeisterschaft reist St. Peter mit dem erklärten Ziel Top 4 nach Salzburg – verbunden mit der Qualifikation für den Europacup. In der Gruppe Rot trifft das Team unter anderem auf Titelverteidiger Neustift-Innermanzing, Weiz Nord und die Kärntner Vertreterinnen aus Feldkirchen. 

Letzter Auftritt von Vornholz und Auswirkungen auf die Liga

Überschattet wird die Staatsmeisterschaft vom angekündigten Rückzug des ESV Union Vornholz aus der Stocksport-Staatsliga im Sommer 2026. Das erfolgreichste Damenteam der vergangenen Jahre bestreitet in Salzburg damit vorerst den letzten gemeinsamen Auftritt bei nationalen Titelkämpfen. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Angelina Gfäller gehen die Steirerinnen hochmotiviert in das Turnier und wollen sich mit einem weiteren Titel verabschieden.

Liga steht auf der Kippe

Der Rückzug eines der größten Zugpferde hat weitreichende Bedeutung für den Fortbestand und die Ausrichtung der Liga. Das derzeitige Ligasystem, das 2021 auf Wunsch der Spielerinnen an jenes der Männer angepasst wurde, steht unter Beobachtung. Der klare Leistungsunterschied zwischen den Topteams und dem übrigen Feld rückt damit erneut in den Fokus.

Bemerkenswert ist dabei eine Statistik, die den aktuellen Zustand der Damen-Staatsliga widerspiegelt: Seit Einführung des Ligasystems mit 16 Mannschaften im Jahr 2021 standen Vornholz, St. Peter und Neustift-Innermanzing stets im Final Four beziehungsweise im Finale. Diese Konstanz unterstreicht die sportliche Stärke der drei Vereine – macht aber auch den Leistungsabstand zum restlichen Feld deutlich.

Neuausrichtung nach Rücktritt des Sportdirektors

Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch den Rücktritt von Sportdirektor Klaus Pfleger. Der Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler ist nun gefordert, nicht nur eine neue sportliche Leitung zu bestellen, sondern auch die Rahmenbedingungen und die langfristige Ausrichtung der Damen-Staatsliga zu evaluieren.

Sportlicher Fahrplan

Die Vorrunde startet am Samstag, 31. Jänner, ab 7.30 Uhr in zwei Gruppen. Am Sonntag folgen ab 7.30 Uhr die Auf- und Abstiegs-Playoffs, das Halbfinale beginnt gegen 11 Uhr.

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden