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Online Redaktion, 29.03.2022 09:35

NIEDERKAPPEL. Richtig gut läuft es für den Pelletskessel-Hersteller Ökofen. Aktuell wird der Firmensitz in Niederkappel auf insgesamt 40.000 Quadratmeter ausgebaut. Diesen Boom und die aktuell schwierige Situation am Energiemarkt nahmen Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Klimalandesrat Stefan Kaineder (beide Grüne) zum Anlass, einmal in Niederkappel vorbeizuschauen.

Stefan Ortner (l., Geschäftsführer Ökofen) mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder beim Betriebsbesuch in Niederkappel. (Foto: BMK/Cajetan Perwein)

Gewessler zeigte sich einerseits beeindruckt vom enormen Wachstum des Unternehmens und erklärte andererseits, dass das Heizen mit heimischen Rohstoffen politische Auswirkungen hat: “Wir werden in Österreich alles tun, um uns aus den Fängen Russlands zu befreien. Jede Gastherme, die wir ausbauen, ist ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Und wir sehen, die Menschen wollen das. Wir haben bundesweit schon über 32.000 Anträge für die Förderung, über 4.000 davon entfallen auf Oberösterreich – und die Zahlen steigen weiter.“

Ökofen verzeichnete 2021 ein Wachstum von rund 70 Prozent auf rund 190 Millionen Jahresumsatz. Insgesamt lieferten die Mühlviertler im Vorjahr weltweits über 25.000 Pelletsheizsysteme aus.

„Technologiesprung in ein neues Zeitalter“

„Wir stehen mitten in einem Technologiesprung in ein neues Zeitalter. Dieses Zeitalter bedeutet, dass wir in wenigen Jahren weg vom klimaschädlichen Gas und Öl kommen müssen. Klimaschutz ist eine große Chance für die innovative oberösterreichische Wirtschaft, wie wir eindrucksvoll bei den oberösterreichischen Pelletsheizungsherstellern sehen. Das Wachstum in dieser Branche ist enorm“, freut sich Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

„Das sind wir der nächsten Generation schuldig“

„Es war immer unser Antrieb, mit allem was wir tun den größtmöglichen Beitrag für eine echte Energiewende zu leisten. Die rasante Entwicklung der letzten Jahre motiviert uns weiterhin alles zu geben, für noch mehr Klimaschutz und regionale Energie. Wir sind das den nächsten Generationen einfach schuldig“, erklärt Ökofen-Geschäftsführer Stefan Ortner.

Heizungstausch: Zuschüsse von bis zu 100 Prozent

Zum Abschluss verwies Gewessler auf die unzähligen Fördermöglichkeiten, wenn man seine alte Öl- oder Gasheizung tauschen möchte. Dabei betonte sie: „Wir wollen auch einkommensschwache Haushalte mit ins Boot holen. Beim Heizungstausch ist ein Zuschuss von bis zu 100 Prozent möglich!“


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